Mal schauen ob ich es durchhalte ein Foto, Video, Cartoon, News oder was auch immer der abgelaufenen Woche zu posten =) Wir beginnen mit einem Foto der Woche: Dieses Wochenende geschossen im Giesensee nahe Linkenheim-Hochstetten. Bei molligen 24°C Wassertemperatur bis 4 Meter und bombastischen 10-12m Sicht! Ein wahrer Geheimtipp, wir waren die einzigen dort....
kleiner Hecht von links im Giesensee bei Hochstetten-Linkenheim
kleiner Hecht von rechts im Giesensee bei Hochstetten-Linkenheim
Good News of the Week: Gefunden auf StopSharkFinning: MARINE reserves really do help preserve shark numbers, new research by The University of Western Australia has shown."http://www.skynews.com.au/eco/article.aspx?id=889951 Bad News of the Week: Gefunden auf SharkProject: "Leider haben wir schon wieder einen SharkEnemy of the Week: Elliot Sudal aus Massachusetts (Vereinigte Staaten) meint, einen Sandbankhai (Carcharhinus plumbeus) angeln und an den Strand ziehen zu dürfen. Diese Art ist in der Roten Liste gefährdeter Tierarten der IUCN als Art der Vorwarnliste (Near Threatened) eingestuft. Seine nicht minder verabscheuungswürdigen Freunde, die das filmten und ihn anfeuerten, sind für uns ohne Namen geblieben. Der britische Telegraph berichtete vergangene Woche - und vermeldet uns auch den Facebook-Link zu Elidiot Sudal:
Kein leichtes Unterfangen sich einem Thema wie der aussterbenden Artenvielfalt unter Wasser mit einem Schuss Humor zu nähern. Gerhard Wegener wagt es...und kann es! Der Präsident von Sharkproject engagiert sich bereits seit Jahren sehr aktiv für den Haischutz und sein vor 2 Jahren erschienenes Buch "Finning: Abenteuer-Thriller" klagt in Form eines Romans das barbarische abschlachten der Haie durch abtrennen der Flossen bei lebendigem Leib an.
Diesmal nähert sich Gerhard Wegener seinem Publikum mit Cartoons im Gepäck. Seit Jahren schlummern Sie bereits in seinem Schreibtisch. Nun lässt er die Welt teilhaben an seinen Kunstwerken, alles im Sinne des Haischutzes. Im Vorwort beschreibt Leo Ochsenknecht das Buch wie folgt: "Frei nach Pippi Langstrumpf baut sich Gerhard in diesem Buch die Welt, wie sie ihm gefällt. Seite um Seite füllt er mit seiner höchstpersönlichen Weltanschauung, frei nach dem Motto: "Was wäre, wenn die Fische die Welt regieren würden?" Und so balanciert Gerhard gekonnt durch das Buch. Auf der einen Seite unterhaltend und aufklärend. Auf der anderen immer wieder zum nachdenken anregend. Ein Ideales Werk zum schmökern zwischendurch oder zum Umherreichen auf dem nächsten Taucher-Clubtreff oder der nächsten Tauchsafari. Das Buch hat vor vor allem das Zeug dazu Menschen auf das Gemetzel und den Kampf ums Überleben unter Wasser aufmerksam zu machen die noch nicht tauchverrückt sind. Und dafür gilt ihm ein besonderer Dank! Mehr Menschen müssen zum nachdenken angeregt werden die bisher achtlos ihren Müll im Meer entsorgen oder unbewusst vergiftetes Fisch- oder Haifleisch verzehren.
Erhältlich ist das Buch ab 01.08.2013 bei Amazon oder über den Sharkproject-Shop für gut investierte 10€. Denn auch diesmal fließt das Geld nicht in die Taschen von Menschen sondern direkt in die Schuppen der Fische und kommt dem Projekt Mission Deep Blue zu Gute.
Ebenfalls als Geschenkidee für die kleinen Unterwasserfreunde unter uns:
Lavacore - Nicht mehr brandneu. Aber in immer mehr Online-Shops vertreten und als wärmend wie 2-3mm Neopren beworben dafür aber Auftriebsneutral.
Das Problem:
Mein Tauchanzug ist vom Canyoning schon etwas löchrig und durch sein Alter von fast 3 Jahren dürfte von den anfänglich 7mm bereits etwas abgeblättert sein.
Kurzum: Bei 21-23°C Grad auf 3m Tiefe in unseren schönen Seen halte ich die 70 Min. tauchen ohne Haube und Handschuhe nicht komplett durch ohne am Körper das frieren zu beginnen. Gleichzeitig wäre für den Selbstschutz (Sonne & Quallen) ein kompletter Anzug für den anstehenden Ägypten-Urlaub angebracht. Denn der 7mm ist trotz Löchern eher mit einem Glutofen vergleichbar bei 29°C Wassertemperatur. Und dann kommt da auch noch das Freitauchen hinzu. Im Neoprenanzug braucht man gleich ein paar Kilos mehr um runterzukommen, wenn man vom schnorcheln mal kurz "etwas tiefer" möchte. Das gleiche Problem hätte sich ergeben bei einem 3mm Unterzieher unter meinen 7mm Anzug im See. 1-2 Kilos mehr hätten auf den Schultern gelastet.
Die Lösung:
Alle Probleme verspricht der Lavacore-Anzug zu lösen. Er wirkt wie ein Unterzieher, ist dabei nicht so dick wie Neopren und hat keinen Auftrieb.
Das Anprobieren:
Die Kurzarm-Version in L hat mir nicht wirklich gepasst. Er war mir an der Brust etwas zu eng. Länge und Bauch hätten locker gepasst. Von daher sei bereits zu empfehlen ihn am besten irgendwo anzuprobieren oder mindestens gleich 2 Größen zur Auswahl zu bestellen.
Der Full Suit hat in L gut gepasst. Man kann leicht hineinschlüpfen und es hat sowohl an Armen und Füßen schlaufen zum befestigen. So bin ich anschließend auch super leicht in meinen Neopren hereingekommen.
Der Schwimmbad-Test:
Also dann! Bei 26°C Wassertemperatur geht es nur mit Lavacore Full-Suit ins Wasser. Den Auftriebstest besteht er sofort! Entspannt und ausgeatmet sinke ich auf den Grund.
Im Schwimmbad bewegt man sich natürlich so gut wie gar nicht fort beim tauchen. Nach 30 Min. beginne ich zu frieren. Man muss also schon in Gewässer > 26°C um nur mit Lavacore abzutauchen. Ein klein wenig schade ;) Sobald ich von Ägypten zurück bin kann ich mehr darüber sagen wie es darüber ist.
Ein dickes Minus kassiert er jedoch noch. Er ist extrem empfindlich gegen Klettverschluss (z.B. den von meinem Jacket). Da zieht er sofort Fäden und sieht nicht mehr wirklich hübsch aus =( Zwar nur ein optisches Manko, aber das trübt die Stimmung doch ein!
Der Test im See:
23°C Wassertemperatur. 7mm drüber. Ohne Haube und ohne Handschuhe. Wie gesagt, der 7mm hat Löcher und hat seine besten Tage schon gesehen. Gestehen wir ihm 5mm zu.
Und nach 2 Tauchtagen mit dem guten Teil bin ich zufrieden. Mir ist zwar nicht mollig warm unter Wasser aber das kann man ohne Haube und Handschuhe wohl auch kaum erwarten. Ich friere aber auch nicht.
Und nach dem ausziehen des Neoprens bestätigt er auch seine Winddichtigkeit. Von Innen ist der Lavacore sogar noch nahezu trocken. Was seine angebliche Atmungsaktivität betrifft: Naja, in der Sonne beginnt ihr darin sofort zu schwitzen. Aber da habe ich bisher auch noch kein schwarzes Material gesehen oder besser getragen, dass unter Wasser warm hält und in der Sonne kühl bleibt =)
Der Check:
Pro:
+ Leicht anzuziehen und passt locker unter nen normalen Neopren drunter
+ Er ist winddicht
+ Er ist nahezu auftriebsneutral
+ Er wärmt für 2mm Neopren und hat definitiv einen positiven Effekt
Contra:
- Die 3mm Wärmung hält er nicht wirklich
- Er ist extrem empfindlich gegen Klettverschluss
- Atmungsaktiv stimmt nur bedingt, aber das kann man von einem Fullsuit bei Sonne wohl auch nicht erwarten
Fazit:
Die Empfindlichkeit gegen Klettverschluss ist wirklich schade. Ansonsten kann ich den Lavacore bedenkenlos empfehlen und würde ihn wieder kaufen. Nur diesmal penibel darauf achten, dass er den Umgang mit Klettverschluss meidet ;)
Die Kopfhaube werde ich mir ebenfalls zulegen aufgrund seiner Auftriebsneutralität. Aber auch hier: Das Ding ist keine Eishaube!!!
Vor kurzem erst habe ich meinen Bericht über meine Azoren-Reise von 2012 online gestellt. Schon dort hat man gesehen, dass es nicht mehr ganz so fischig war wie 2011. Und die Erzählungen von früher lassen einen noch ganz anderen Fischreichtum erahnen.
Einerseits wird die UW-Welt natürlich dadurch belastet, dass die Azoren immer mehr zum entwickelten Tauchtourismusgebiet werden (oder schon sind), andererseits macht den größten Einfluss die vor einigen Jahren gesenkte Bannmeile für Fischkutter und sogenannte Longliner von 200 auf 100 Meilen. Für Fischer von den Azoren gilt sogar nur eine 30Meilen-Bannmeile. Die Princess Alice Bank beispielsweise liegt an seiner kürzesten Entfernung zum Festland schon 50 Meilen entfernt. Kein Wunder dass Haisichtungen immer mehr abnehmen.
Sharkproject widmet sich dieser Problematik und hat sogar eine eigene Botschaft gegründet.
Wer kennt es nicht? Jetzt hat man endlich unzählige Übungseinheiten im See oder auch im Meer verbracht, sich hoch und runter brevetiert und dann geht es auf die ersten Tauchgänge. Man erblickt das erste Objekt des Interesses unter Wasser und ist begeistert. Man schlägt ihm Blubberblasen entgegen und weg ist es =)
Vertreibt man einen Lion fish ist das verschmerzbar...aber was wenn man damit einen Walhai nervt????
Wäre es da nicht genial sich lautlos, zumindest zeitweise, den Objekten der Begierde anzunähern?
Dann kann man für viel Geld mit Rebreather-Technologie unter Wasser gehen oder man eignet sich die Kunst des Freitauchens an. Jeder bis zu dem Grad dem es ihm beliebt.
So in etwa lief bei mir der Gedankengang ab. Zusätzlich inspiriert durch "Im Reich der Tiefe" mit den weltbesten Apnoetauchern Frederic Buyle, William Winram und Pierre Frola. Atemberaubend als Blueray und auf einem 55"-TV wie die Jungs in Guadalupe mit den großen Weißen oder Buckelwalen auf Rurutu freitauchen. Und dabei (fast) keine einzige Luftblase.
Zumindest die Grundlagen des Freitauchens sollte jeder Taucher kennen und verinnerlicht haben. Sie schenken einem gerade in brenzligen Situationen die nötigen Extrasekunden um ruhig und überlegt zu handeln und Panik bzw. größere Probleme unter Wasser zu bewältigen. Mit geschlossener Flasche bei starker Strömung und negativem Einstieg ins Wasser gesprungen bei 5m Sicht und gerade auf 20m den letzten Atemzug genommen? Wer jetzt weiß, dass er locker 60 Sekunden oder mehr ohne einen weiteren Atemzug auskommt kann beruhigt die Flasche öffnen. Oder ein anderes Problem überrascht euch unter Wasser? Mit 30 Sekunden ohne Atemzug erreicht ihr locker in Ruhe euren Buddy um euch seinen Oktopus reichen zu lassen.
Ich habe mich als Erstlektüre für das oben genannte Buch entschieden. Und kann es kurz und knapp wärmstens empfehlen. Es beginnt chronologisch mit der Geschichte des Freitauchens und man erfährt dass es (wie auch sonst) erstmal wirtschaftliche Gründe hatte so tief ins Meer abzutauchen. Insbesondere Muscheln, Schwämme und Perlen wurden vom Boden des Ozeans "geerntet". Und gleichzeitig wird auch die Geschichte der Tiefenrekorde aufgelistet.
Hier geht das Buch dann zunächst nahtlos in den Wettkampfbereich des Apnoe über. Es werden sehr kurz die verschiedenen Disziplinen und der aktuelle Stand des Apnoetauchens abgehandelt.
Es folgt sehr ausführlich die Grundlagen der Sicherheit beim Apnoetauchen und die Physiologie des Tauchens. Also wie Lunge und alle weiteren Funktionen des Körpers beim Apnoe miteinander interagieren. Wer das biologische Hintergrundwissen nicht schon hat sollte es sich hier intensiv aneignen um Signale seines Körpers lesen und einordnen zu können. Unter Wasser ist das lebenswichtig.
Bevor es an die Praxis geht werden alle Ausrüstungsteile durchgesprochen und dann wird ausführlich das Thema Tieftauchen behandelt. Es folgen gegen Ende des Buches Praxisübungen zur Atmung und zum Training.
Wer von Apnoe und der Physiologie der Atmung noch nichts gehört hat und auch bzgl. Ausrüstung und der Geschichte des Apnoe keinen Plan hat, der wird sich munter durch die erste Hälfte des Buches wühlen können. Auch das Thema Tieftauchen wird ausführlich behandelt. Mich persönlich hat die Wettkampfseite des Apnoe wenig interessiert. Auch will ich keine Tiefenrekorde aufstellen. So habe ich es mir zwar durchgelesen aber mich dann eher den Praxisübungen am Ende gewidmet. Es werden verschiedene Atemtechniken erklärt und Übungen um seine Leistungen zu verbessern. Die ein oder andere Übung mehr hätte nicht geschadet im Buch, aber es ist ein zu empfehlender Einstieg in den Bereich des Apnoe!
Also: Legt die Blubberblasen ab =) Aktuell klappt es ca. 90 Sek. ohne ;)
PS: Ein hervorragendes Trainingstool ist die App "Apnea Trainer" die mal kostenlos war, jetzt 2,69€ kostet.Dafür aber auch stark im Funktionsumfang zugenommen hat.
Es ist bereits Tag 8 an dem ich erst dazu komme mein übliches Tagebuch zu schreiben. Abends... Nach den beiden ersten Tauchgängen von Land aus...
Die privat organisierte Woche Sail&Dive zur Unterwasservulkanlandschaft der Banco dom Joa de Castro ist vorbei, und es wäre beim besten Willen nicht möglich gewesen früher zu schreiben. Doch beginnen wir die Geschichte à la captain Blaubär doch von vorn.
Mittwoch morgen, 04.30 Check-In. Es geht mal wieder mit der allseits beliebten TAP nach Santa Maria, ab Lissabon mit SATA. Nun ja, um 06.10 geht's Richtung Lissabon und gegen 10 beginnt die Odyssee mit den Portugiesen. 3 Schalter und 2h später haben es die Austrittskandidaten dann auch akzeptiert, dass wir unser Tauchgepäck schon bezahlt haben und wir bekommen die Boardtickets. Gegen 19 Uhr sind wir in Santa Maria und unser Gepäck hat es sogar auch geschafft. Robert nimmt uns in Empfang und es geht an den Hafen zum Katamaran. Suppi hatte ja bisher keine Gelegenheit ausgelassen uns zu warnen, dass der Komfort nicht besonders wird. Aber das ganze Ausmaß zeigt sich erst im Verlauf. Anfangs machte alles einen recht ordentlichen Eindruck und dass meine Kajüte direkt vorne in einem der Rümpfe war störte mich zunächst auch nicht sonderlich. Es überwog Vorfreude auf die Reise. Kurz das nötigste ausgepackt, dann zu Robert zahlen, zum Central Pub was essen und dort auch Mike den Captain getroffen. Die erste Nacht bei leichtem Schaukeln ging gut rum.
Stachelrochen Banco dom Joao de Castro
Wir laufen aufgrund kleinerer Probleme erst gegen 10:30 aus. Das erwies sich leider als folgenschwer. Den passend zur Ankündigung flaute der Wind gegen 3 Uhr ab und zwang uns ab Ponta del Garda zum kreuzen und zur ersten Nachtwache. Motoren anlaufen lassen kam für Mike nicht in Frage. Der zweite Motor hatte sowieso beim auslaufen schon gestreikt. Die Sicherheitsunterweisung reduzierte sich darauf wie das Scheißhaus zu benutzen ist und dass man nicht auf die Starter für den Anker treten durfte. Ach so ja, und dass wir bitte nicht neidisch auf seinen Wein schauen sollen. Wir erreichten den ersten Tauchplatz erst gegen Freitag Nachmittag, auf dem Weg gab es weder Fisch noch Wale oder Delphine. Das Wetter war durchwachsen. Aber alles noch egal, es standen ja 4 1/2 Tauchtage an.
Am Freitag gab es dann einen ersten Tauchgang der uns einen Eindruck bot von einem Tauchplatz über einem Vulkan. Die erste Stelle lag bei ca. 18 Meter. Der TG bot einen entfernten Mobula, viele Stachelrochen, haufenweise Drücker, Muränen und sonstiges Kleinvieh... Beeindruckend waren die Massen an Blubberblasen und die warmen Steine aus denen die Blasen ausgetreten sind. Imposant und phantastisch! Abends gab es frisch gefangenen Barrakuda mit Reis. Das war auch die erste nennenswerte Mahlzeit die Ich nach unserem Ablegen zu mir genommen hatte. Die ersten weiteren Nachteile kamen auf. In den Kajüten wurde absolut nichts trocken und alles roch modrig und er klamm. In der Kabine gab es nahezu keinen Durchzug und bei Sonne war es unaushaltsam heiß.
Unterwasservulkanlandschaft Banco dom Joao de castro
Insgesamt haben wir 4 verschiedene Koordinatenplätze angefahren und an ihnen getaucht. Sie waren überwiegend identisch. Landschaftlich phantastisch gab es selbst an topografisch genialen Plätzen (flach, dann steil abfallend auf unter 50m und ordentlich Strömung) bis auf eine große Stachelmakrelenschule und mehrmals eine Barrakudaschule keine großen Anhäufungen von Fisch. An Großfisch gab es lediglich am nächsten Tag einen weiteren Mobula aus der Ferne.
Die Nächte entwickelten sich bereits ab Sa zäh. Häufig stark schaukelnd war es das übelste wenn es auch noch anfing zu regnen und man die Öffnungen schließen musste. Dann wurde es drinnen unerträglich. Verschwitzt und klatschnass war man froh wenn es endlich tauchen ging. Manchmal dache man drinnen wirklich das ganze Boot bricht zusammen, dabei fuhren wir gerade mal 4 Knoten. Als Dusche fungierte grundsätzlich nur das Meer. Was sich aber insgesamt als geringstes Manko erwies, eher sogar noch Spass machte. Das Wetter spielte einigermaßen mit. Sa/So wechselnd bewölkt gab es immer wieder Abschnitte in denen man sich in die Netze legen konnte und etwas faulenzen... Mo war dann richtig sonnig, ab dem Zeitpunkt der Heimfahrt hat das Scheißwetter dann angefangen.
Schnabelwale vor der Banco dom Joao de Castro
Ein Highlight für den Rückweg gab es aber noch. 3 Schnabelwale haben uns besucht und sind vor unserem Kat geschwommen. Ab hier enden die positiven Dinge. Insgesamt 45h zurücksegeln für 90 Meilen ist extrem happig. San Miguel mit Ponta Delgada haben wir eine gefühlte Ewigkeit gesehen. Mit zur Neige gehenden Wasservorräten und ohne Wettervorhersage ging es nach langer Diskussion erstmal Richtung Ponta um Netzempfang und eine Wettervorhersage zu bekommen. Mike hatte zwar ein Navtex aber kann angeblich mit diesem hinter Pico nichts empfangen, ebenso wie die Amis immer Störsignale ins GPS streuen damit niemand anders damit Raketen lenken kann =) die Motoren anzuschmeißen weigerte er sich konsequent. Irgendwie sind wir dann doch wieder in Santa Maria angekommen. Es bleibt hängen ein Abenteuer mitgemacht zu haben mit Grenzerfahrung, das werden sich meine Enkel ewig anhören müssen! Aber es blieb ja noch eine Woche auf Santa Maria.
Schnabelwale vor der Banco dom Joao de Castro
9. Tag:
1. Tauchtag auf den Azoren ohne Kat. Kurzum: Ambrosia war nicht gut aufgelegt mit 2 Mobulas und am zweiten Tauchplatz habe ich Suppis Sonnenbrille versenkt und den Tauchgang damit verbracht diese zu suchen. Natürlich ohne Erfolg.
10. Tag:
Wellenbad Maia auf Santa Maria
2. Tag auf den Azoren und gleich der erste Offday. Halbwegs freiwillig aber für mich nicht ungelegen, ich fand den ersten Tauchtag eher enttäuschend mit 5 Min. Mobulas, und gut, die Sonnenbrillensuche hatte ich mir selbst eingebrockt. Bis halb neun ausgeschlafen, dann gefrühstückt und als erstes ging es ein bisschen auf Auto-Tour durch Santa Maria. Hoch auf den Pico Alto die Aussicht bei bestem Sonnenwetter genießen und dann nach Maia ins Wellenbad. Kurzzeitig kam leider wieder etwas Missstimmung auf da morgen die Gruppe geteilt wird und nicht alle mit auf den Formigas-Trip mitkönnen, Supps und Wolfs müssen dableiben, irgendwelche anderen drei Pärchen dürfen mit.
Abends dann im Rosa Alto ein absolutes überragendes Steak auf einem Grillstein gemampft, gefolgt von einem anbetungswürdigen Mousse au chocolat und dann gleich noch einen Weltklasse Erdbeer-Käsekuchen hinterhergeschoben.
11. Tag: Formigas
Stachelrochen
Um 7 klingelt der Wecker und nach einem kurzen Happen geht es los zum Hafen. Die Überfahrt ist bis Maia recht holprig, dann wird es sonnig und ruhig. Grundsätzlich ist Santa Maria schon eine sehr schöne Insel. Die Überfahrt dauert insgesamt ca. 2h. Am Tauchplatz tauchen wir rechts vom Leuchtturm. Ab 10m Tiefe wird die Sicht deutlich schlechter, sie beträgt noch max. 10-15m, die Strömung kommt aus Ost. Ein Barrakuda, 2 Zackis, 2 Muränen, insgesamt kein wirklich spektakulärer Tauchgang. Doch zwischen den Tauchgängen taucht ein Mobula auf, verdrückt sich aber umgehend, ich kann nur kurz mit ihm schnorcheln. Beim folgenden Tauchgang links vom Leuchtturm gibt es einen großen Stachelrochen, erneut 2 Zackis, davon einen sehr großen und eine Schule gelbe Meerbarben die mir eigentlich am besten gefällt, wie sie in der Schwellströmung hin- und hergerissen werden. Morgen steht erneut eine lange Reise an. Um 7 geht's wieder raus.
12. Tag: Dolla Barat
Und wieder geht's um 7 raus. Heute alle Neune. Es ist bewölkt und leichter Ostwind. Die See vor Praia ist topfeben, liegt komplett im Windschutz. Hinter Maja wird die See rauher doch dafür schenkt uns die See 50-100 Delfine die beidseitig von uns schimmen und spektakulär aus dem Wasser springen, es sind viele junge Delfine dabei, das war schon cool.
Stachelmakrele
Wir tauchen zuerst auf Chalkidiki, benannt nach seiner dreifingrigen Topografie. Wir sind auf ca. 20m Tiefe östlich beginnend einen Kreis über das Plateau geschwommen. 3 Zackis, 1 Barrakudaschule, haufenweise Drücker, viele Stachelmakrelen, Papageienfische, blennys, ein kleiner Schaukelfisch. Nichts spektakuläres aber doch ein ganz ordentlicher Tauchgang bei Sichtweiten von ca. 20-25m.
Bei der Oberflächenpause haben wir zunächst nichts, erst als Micha beim Einstieg eine Arschbombe macht, bemerken wir, dass er diese direkt über einem Mobula gemacht hat. Nach 2 kurzen Runden verzieht er sich aber auch bereits wieder. Wir tauchen nun an der Südwestspitze direkt an de Kante. Wir tauchen ab auf 20m und dann rechts an einem Auslauf entlang, ein Stück im Blauen. 1 Rochen und 1 Zacki lassen sich blicken. Auch ein guter Tauchgang.
Auf dem Rückweg gibt es mit ca. 15 sehr seltenen Risso-Delfinen ein weiteres Highlight, doch um Sie unter Wasser zu sehen halten sie zuviel Abstand. Etwas schade...
Gegen sechs sind wir erst zurück im Hafen, gute 10h unterwegs und ich bin auch ordentlich platt.
13. Tag:
Muräne Pitrinha
Heute müssen wir zum Glück erst wieder gegen 10 am Hafen sein. Schlafen bis halb acht, ein klein wenig Bilder sortieren und dann geht's über Clothie zum Hafen. Es ist stark bewölkt aber das Meer mal wieder spiegelglatt. Es geht an die Garnelenhöhle, doch nicht hinein sondern etwas am Felsrücken entlang in südöstlicher Richtung. Es gibt zwar sonst nichts aber eine kleine Höhle in der jede Menge Garnelen rumgeschwirrt sind. Durch einen engen Kamin ging es wieder hinauf.
Der zweite Tauchgang war Pitrinha, direkt vor Praia und von unserem Hotel gut zu sehen. Von der Abwechslung her der bisher beste Tauchgang.
Ein Schwarm Barrakudas im Blauen, Ein sehr großer Schwarm Füssiliere direkt beim abtauchen, Drachenköpfe, große und kleine Blennys, gelbe Makrelen, 2 cool zu fotografierende Muränen. Den Mobula haben wir leider verpasst den Suppi natürlich mal wieder hatte. Ein insgesamt cooler Tauchtag der trotzdem sehr anstrengend war. Abends ging's noch zum American Pub.
14. Tag: Fritz Schöppler Bank und Zacki-Platz
Einsiedlerkrebs Fritz-Schöppler-Bank
Das übliche Prozedere, 10 Uhr geht's los zum tauchen. Wieder spiegelglatte See, aber anfänglich windet es wie die Sau. Es geht hinaus zu einem Platz an dem bei ca. 38m jede Menge Zackis liegen. Beim Abstieg wohl mal wieder einen Mobula knapp verpasst, unten an der Riffkante kommen langsam die Zackis näher. Am Ende sind es ca. 20 Stck. aber die Zeit die wir unten verbringen ist doch recht kurz. Dann gehts zur Fritz Schöppler Bank. Einem Plateau mit einem Stinkefinger am Ende. Gänzlich uninteressant vom Fischaufkommen her, die Gesteinsgebilde sind aber schön anzusehen. Den Tauchgang rettet ein Einsiedlerkrebs den ich in einer großen Muscheln finde und der uns noch etwas unterhält.
Abends sind wir bei Robert zum Grillen und es gibt einen sehr leckeren Papageienfisch. Anschließend gucken wir erneut seinen Highlight-Film und da wird man natürlich schon wieder neidisch und würde gerne alles hinschmeißen um nur noch zu tauchen und die Welt erkunden. Morgen geht‘s um 12 nach Ambrosia, mal schaun ob es endlich ein wahres Highlight gibt.
15. Tag: Ambrosia
Mobulas auf Ambrosia mit Wahoo Diving
Das Wetter hat deutlich zugezogen und es fängt sogar etwas an zu tröpfeln.... Heut geht es erst um zwölf in Richtung Ambrosia. Das Schicksal bescherte uns zwei Top Tauchgänge mit jeweils 10-15 Mobulas, im zweiten gab es zusätzlich eine riesige Barrakuda- sowie Bluefin-Schule. Die beiden besten Tauchgänge bisher. Atemberaubend entspannt gleiten die Segler der Meere über, unter und durch uns hindurch... Geniale Bilder und Videos entstehen. Morgen zwei abschließende Tauchgänge, doch die beiden heutigen "retten" den Urlaub doch eindeutig. Da schmeißt man gerne eine Runde Eis und Bier.
16.Tag: Abschlusstauchgänge
Walfangstattion Santa Maria
Ich sitze bereits im Flieger und schreibe die letzten Zeilen. Gestern waren die beiden letzten Tauchgänge... Um halb elf hätte es losgehen sollen... Doch drei neue haben mit Robert verpeilt ihre Jackets aus der Basis mitzunehmen. Es geht erst gegen zwölf oder so los. Eigentlich mit dem Ziel Pitrinha, doch just genau vor uns als wir aus dem Hafen auslaufen passiert uns das Boot der anderen Tauchschule von rechts und fährt vor uns an diesen Tauchplatz. Wir fahren somit weiter und tauchen in der Nähe der Walfangstation. Es gibt bis auf eine kleine Sammlung an Barben nichts spektakuläres zu sehen. Das übliche Kleinzeug halt wieder, ne Sammlung an Füssilieren, aber weiter ist mir nichts in Erinnerung geblieben. Der zweite war an der Walfangstation direkt, doch ich habe auf Zähnesuche verzichtet. Das Highlight war wohl am ehesten eine Schildkröte, eine kleine, noch dazu sehr scheue...wir heben ab...
Nachtrag:! Ich sitze endlich im Flieger nach Frankfurt. Unsere Tickets ab Lissabon standen nur auf Standby, doch Franks Hartnäckigkeit ist es zu verdanken, dass wir als eine der ersten 5 Plätze bekommen haben. NIE mehr TAP!
Nach ca. 105 Min. Flug treffen wir bei Sonnenschein in
Kapstadt ein und die Aussicht von oben ist klasse! Es geht Gepäck holen und
meine kleine Mietwagenrutsche. Ich entscheide mich doch dafür ein Navi zu
nehmen, das kostet gleich halb so soviel wie der ganze Mietwagen. Über
traumhafte Ausblicke geht es über die Berge nach Simonstown ins Quayside, wo
ich ein klasse Zimmer mit phantastischem Ausblick direkt am Hafen bekomme. Kurz
telefoniert mit Morne von den Shark Explorern, es geht morgen um 6.30 zu den Blue und Mako Sharks.
Gestartet wird direkt am Pier von Simonstown, also ein Katzensprung! Gegenüber
decke ich mich etwas im Supermarkt ein und direkt daneben gehe ich essen.
17. Tag:
Natürlich kann ich vor Aufregung nicht durchschlafen, obwohl
vor zehn ins Bett. Ab 4 bin ich regelmäßig wach und um kurz nach sechs geht's
dann auf. Alles schnell zusammen gepackt, oh nein: Akku vergessen zu Laden :-/
noch schnell ein paar Minuten laden spendiert dann geht es runter. Morne
verspätet sich allerdings auch massiv und kommt erst nach 7, hätte ich den Akku
noch entspannt laden können! Begrüßung mit Morne, ausrichten der vielen Grüße,
aufsatteln des Equipments und es geht los. Vor dem Ablegen gibt es noch leckere
Sandwiches, das ist auch das letzte was bis abends in den Magen hineingeht,
außer ein paar Cookies. Vor uns liegen zwei Stunden Fahrt bei strahlendem
Sonnenschein und spiegelglatter See. Im Hafenbecken schwimmen schon wieder ein
paar Seelöwen herum. Der Nachteil der spiegelglatten See: wenig Strömung die
uns die Haie ans Bait holen wird und nicht ganz so tolle Sicht. Zuerst geht's
ans Kap der guten Hoffnung, mit kurzem Erinnerungsfoto und dann fahren wir
hinaus ins Blaue. Ab und zu ein Seelöwe. Wir versuchen noch Tunas zu angeln als
Köder doch leider ohne Erfolg. Nur ein einziger kleiner Blauhai lässt sich
sehen. Auch der erste Bait-Versuch geht leer aus.
Blue shark - Blauhai Kapstadt
Dann hängen wir uns an ein
Fischerboot heran, dass aus der Tiefsee die Fische hochholt und schnappen uns
ein paar verlorene Fische aus dem Wasser. Und versuchen es gleich ein Zweites
mal mit dem Bait. Diesmal mit etwas mehr Erfolg. Nach einiger
Wartezeit sind 3 Blauhaie am Bait und es geht ins Wasser. Netterweise wird genau
jetzt die Batterie meines Computers leer und zeigt das erste Level an, und die
Kopfhaube und die Handschuhe geben nochmal deutlich Auftrieb, so dass 6 statt 4
kg hermüssen.
Aber de Blauhaie sind schon phantastisch. Zwar leider nur 3
normal große und 7 kleine, und auch kein Mako, aber für den ersten Tauchgang
dieser Art vollkommen ausreichend. Und auch die Blauhaie kommen extrem nah und
man muss sie wegstoßen, teilweise beißen sie auch ins Equipment zu, wer nicht
genau aufpasst. Nach 60 Min. ist mir kalt, ich muss pissen und hab Hunger. Der
Akku ist auch leer. Egal, bis zum bitteren Ende gehe ich als Letzter raus nach
90 Min. und halb erfroren. Aber es waren noch 20 grad, 6 mehr als morgen zu
erwarten sind. Wir machen auf dem Rückweg nochmal Halt bei dem Fischerboot und die
Jungs sammeln nochmal kräftig Fisch ein, immer wieder im Kampf gegen Hunderte
von Vögeln die ebenfalls hungrig sind. Auf dem Rückweg sehen wir im Abendlicht die Berge des Nationalparks und auch die Seelöwen sind zu sehen! Da geht's dann morgen hin. Trotz zwei Wochen Sonnenerfahrung
verbrenne ich mir etwas das Gesicht. Morgen eincremen!
Morne und Stefan sind klasse und super sympathisch, hier
kann man wieder hingehen!
Gehe jetzt noch eine Kleinigkeit essen und dann ans Pier
Sterne gucken und evtl. Seelöwen. War klasse essen im Restaurant unter mir,
konnte schon von da Sterne gucken =)
Blauhai mit den Shark Explorern
18. Tag:
Heute geht es um 11.30 raus zu den 7gills und den Seals, ich
bin soooo aufgeregt :)
Um 7 direkt zum Frühstück in einen wunderschönen
Frühstücksraum mit hauchzarten Buttercroissants und nem tollen Blick auf den Hafen
und den Sonnenaufgang. Dann fahre ich anschließend zum Boulders Beach zu den
Pinguinen. Ich gehe erstmal zum Strand vor mir und
sehe hinten links auf den Felsen die ersten Pinguine. Bis auf einen Opa und ne
Oma die schwimmen bin ich der Einzige. Insgesamt bin ich bereits hier ca. 1 1/2
Stunden mit den drolligen Tierchen und komme extrem nah dran. Dann suche ich
den richten Ausblick und den Strand und finde ihn nach etwas suchen weiter
rechts vom Parkplatz. Beide öffnen ab 07.00 und kosten zusammen 45R Eintritt.
Auf einem schön angelegten Holzweg geht es hinter zum Strand, und an den Seiten
des Zauns liegen jede Menge Pinguine die ihre Eier ausbrüten. Auch der Strand
sieht von oben atemberaubend aus, wenn auch klein. Man kann etwas schwimmen und
ist dann nicht mehr am Hauptstrand. Ich gehe wieder zurück und gehe in den
Ausblick und er ist sein Geld auf jeden Fall wert!!
Jede Menge niedliche Pinguine am Strand die herumwatscheln,
schwimmen, Eier ausbrüten oder einfach nur in der Sonne dösen. Ich merke jetzt
richtig den Erholungseffekt und wie ich wieder richtig schön langsam werde.
Einfach nur genial mit den Tierchen. Es weht ein stärkerer Wind landeinwärts
und beim Ausblick vom Fenster in den Hafen scheint die Sicht deutlich aufgeklart
zu haben. Gleich geht es zu den 7 gills und seals :)
Statt 11.30 wird es ca. 12.30 oder gar noch später bis es
dann endlich los geht. Südafrikanische Pünktlichkeit eben. Die ersten Meter die
wir fahren kommt dann ein bisschen Aufregung auf. Ein Anruf für Morne, er
bedankt sich sehr herzlich für etwas. Angeblich sind Orcas in der Bucht. 2
Meilen vor dem Leuchtturm. Wir flitzen hin, finden aber nur einen Riesenbait in
den jede Menge Vögel hineinpreschen und mind. 100 Delphine jagen. So sieht also
ein Bait beim Sardinerun aus. Der Orca lässt sich leider nicht weiter blicken, "nur" zwei andere Wale. Sehr beeindruckend das Ganze!
Boulders Beach Kapstadt
Dann geht es zu den Seals. Auf einem Felsen liegen sie alle
herum und watscheln nacheinander ins Wasser. 18℃ Wassertemperatur und 3-4 Meter
Sicht, so gut wie nix...nach 40 Minuten geht's wieder raus. Auch wenn man nicht
viel gesehen hat, die Seehunde waren extrem verspielt und sind um uns
herumgeschossen wie die Irren! Kurzes Aufwärmen
an der Oberfläche mit einem kleinen Snack und dann zu den Seven gills. Die
Sicht ist noch beschissener! 2-3m! Ich friere wie Sau! Aber es ist auch extrem
Freaky und spooky da unten. Die Haie tauchen aus dem nichts auf und schwimmen
vorüber. Einer erschreckt mich extrem weil er direkt am Kopf vorbeischwimmt. Zwei von den Brummern klatschen sogar direkt in mich rein weil sie mich nicht
sehen. Halb erfroren und die komplette Luft in 45 Min. verballert geht es aus
dem Wasser. Es hat sich trotzdem gelohnt! Einmaliges Erlebnis! Andere Haiarten
gab es leider nicht zu sehen :(
Daheim schnell eine heiße Dusche, ich kläre morgen mit Morne
ob ich nochmal tauchen will am Mittwoch, Do probieren wir dann nochmal seals
und 7 gills.
Er empfiehlt mir Blouberg Strand als guten Ausblick für den
Tafelberg. Dixies zum essen, das versuche ich jetzt mal zu finden.
Ich habe es gefunden und es gab ein göttliches Fillet! Zum
reinlegen, dazu einen klasse Weißwein! Anschließend noch etwas Sterne gucken
Gefahren Richung Nordhook und bisschen im Nationalpark rumgestolpert! Auch
genialer Sternenhimmel =)
19. Tag:
Tauchfrei! Heute geht es mal nicht unter Wasser! Trotzdem geht es um 7 raus. Es wird alles für einen langen Tag gepackt, denn es steht
erneut Boulders (diesmal mit Beach), Table Mountain National Park, Camps Bay, Table Mountain und Waterfront an! Um halb acht geht es dann los zu den
Pinguinen, um acht bin ich der erste im Beach. Sie sind auch wieder alle brav
da :) über die ersten Felsen geklettert, Plötzlich: Klippschliefer!!
Und ich kann bis auf nächste Nähe herankommen und sowohl
klasse Fotos als auch Filme machen. Auch ein paar Pinguine Posen noch ganz
ordentlich. Das Wasser ist kalt, nur eine kurze Runde dann klettere ich weiter
über die Felsen und suche mir ein ruhiges, nicht einsehbares Plätzchen mit
Blick aufs Meer und döse etwas. Es kommt auf dem Meer ein UBoot, eine Horde
Delphine und an Land direkt an mir ein Pinguin vorbei. Ich klettere wieder
zurück an den Strand und es ist mittlerweile viertel nach zehn und der Strand
deutlich voller. Ich mache mich auf den Weg zurück und schlendere
nochmal am Ausguck vorbei bevor ich dann in Richtung Camps Bay aufbreche. Im
Nationalpark finde ich nicht viel aufregendes, Cape Point lasse ich aus, habe
ich ja bereits vom Meer aus bewundert. Es geht noch an einer Straußenfarm
vorbei.
Chapmans Peak
Camps Bay
Dann geht es die M6 vorbei über den Chapmans Peak nach Camps Bay. Eine
absolut wunderschöne und traumhafte Strecke! Vergleichbar mit den Strecken in
Australien die wir während der World Tour gefahren sind. Sagenhafte Ausblicke
und Landschaften, das Örtchen in der Bucht, die 12 Apostel, das Meer...alles
unfassbar beeindruckend! Es geht weiter zum Camps Bay. Und hier ist schon mehr
los. An der Hauptstraße sitzt alles voll und ist am futtern...ich lege mich an den Strand...Im Hintergrund die Berge und die Häuser, ein traumhafter Strand! Nur das Wasser ist
wirklich arschkalt hier, ich halte es nur wenige Minuten aus, dann muss ich
wieder raus. Gegen 3 breche ich dann in Richtung Table Mountain auf.
Ausblick vom Tafelberg
Hätte ich
dem Navi vertraut wäre ich wohl Ruck zuck da gewesen aber ich fahre gerade aus
und lande so mitten in Cape Town. Da schalte ich das Navi dann aus und finde
ohne wieder zurück auf den Weg. Hab so mal etwas von Kapstadts Zentrum gesehen
und bin noch früh genug an der Seilbahn. 20 Rand fürs parken, 200 für hoch und
wieder runter. Da bleiben mir noch genau 25 Rand, gerade genug für ein Eis,
aber mit Essen da oben wird das nix. Schon am Zugang zur Seilbahn ist der Blick
über Kapstadt atemberaubend, aber der Ausblick von oben toppte alles! Wenig in
meinem Leben hat mich bisher so beeindruckt wie der Ausblick auf Kapstadt und
der Ausblick auf die 12 Apostel die umgeben waren von Wolken. Auf einem etwas
abgelegeneren Felsen komme ich mit zwei Schweden und nem Franzosen ins Gespräch
und verlabere über ne Stunde. Um 18.30 geht die letzte Bahn runter. Die Sonne
beginnt langsam unter zu gehen doch für einen Untergang auf dem Berg reicht es
nicht mehr ganz, auch nicht mehr für das Eis, denn bis ich zurück bin hat das
Cafe bereits geschlossen.
Auch dort oben finde ich wieder einen Klippschliefer...
Bei Sonnenuntergang sieht das Umland von Kapstadt traumhaft
schön aus und es wird langsam dunkel als ich unten ankomme. Ich fahre wieder
etwas zurück nach Camps Bay, es wäre tatsächlich ein Katzensprung gewesen,
naja...ich schaue noch den Rest des Sonnenuntergangs an und fahre dann nochmal
hoch zum Tafelberg. Auch bei Nacht ist Kapstadt absolut umwerfend!
Es geht zurück, es fällt mir auf, dass 25 Rand nicht für die
Mautstation bei Chaplers Peak reichen werden. Und das hoffen geht wieder los:
evtl. nimmt das Navi ja eine andere Route? Evtl. nehmen sie nachts keine Maut?
Kurzum: Natürlich fährt das Navi dort lang und natürlich nehmen sie Maut.
Natürlich spielt die Kassiererin wieder die Harte und zu meinem Wahnsinnsglück habe
ich wieder ein Pärchen hinter mir, dass mir mit 6 Rand aushelfen kann :)
typisch ich mal wieder...und die Krönung kommt im Hotel: ich hätte mein
Portemonnaie doch dabei gehabt.
Nachdem es den ganzen Tag über nur nen Apfel und ne Banane
gegeben hat habe ich abends tierisch Hunger und entscheide mich wieder für
Dixies, und bereue es natürlich nicht!
Sonnenuntergang Camps Bay
20. Tag:
Um 7 wache ich auf und sehe Morne mit seinem Boot am Hafen
liegen. Wegen dem Plan für Donnerstag latsche ich mal runter und frage ihn an.
Doch für morgen ist wohl starker Seegang angesagt. Daher wird das tauchen mit
Morne am Do wohl eher flach fallen. Sein Kumpel Steve geht heute raus zum
tauchen. Erneut Seals und Seven Gill Sharks. Letztendlich gehe ich dann halt doch
lieber tauchen, Waterfront und den Rest kann ich auch morgen oder an einem
anderen Tag machen. Dafür will Morne jetzt Freitag nochmal zu den Blue und Mako
Sharks gehen. Hört sich auch gut an! Treffpunkt heute ist um 9 am Millers
Point. Ich fahre mit Monique zu Mornes Tauchshop. Sieht original aus wie Mornes
Leben und Art, ziemlich chaotisch. Bis auf meine Maske ist mein ganzer Kram da,
aber egal, nehme Ersatzmaske mit und gehe nochmal ins Hotel in aller Ruhe
frühstücken! Essen und Sicht wie immer genial.
Dann schleppe ich mich zum
Treffpunkt. Ich habe nicht wirklich riesige Lust aufs tauchen, naja. Bin zuerst
auch am falschen Platz, treffe dort 5 Deutsche die mich erst für den Guide
halten. Eine Abfahrt später dann der richtige Ort. Steve ist genau so entspannt
wie Morne, ein lockerer und cooler Typ. Die 3 Franzosen vom Blue shark Diving
sind auch wieder vertreten. Die Sicht verspricht nicht viel besser zu sein. Auf
einem Zodiac das recht einfach in der Bucht zu Wasser gelassen wird, geht es
zum ersten TG hinaus. Wir beginnen mit den Seals. Dick eingepackt geht es ins
Wasser und die Sicht ist noch beschissener als am Montag. Nach 2 Minuten
verliere ich meinen Buddy und bleibe im flachen Gewässer bei den Seals. Nach
und nach werden sie aber sehr verspielt und mir gelingen ein paar wahnsinnige
lucky punches beim fotografieren. Gebissen werde ich einmal in den Kopf und
einmal in die Hand. Fast 50 Minuten dauert der TG. Frieren tue ich am Ende
natürlich auch wieder, aber egal. Mein Computer pfeift immer mehr auf dem
letzten Loch, sehr spät entscheidet er sich dann doch etwas anzuzeigen.
7gill Cowshark
Wieder
an Bord habe ich noch viel, viel weniger Lust auf den zweiten TG bei dieser
Sicht und bei der Kälte. Ich freue mich auf jeden angebotenen Kaffee,
damit mich dieser von innen wärmt. Und es zieht zum Glück nicht ganz so in der
Bucht, da wir zum Flaschentausch zurück an den Steg fahren und etwas Sonne
tanken gehen. Dann geht es zu den Seven gills. Die Sicht ist sogar leicht besser als am Montag und
auch hier gelingen mir ein paar gute Shots. Nach knapp 45 Min. ist fast die
komplette Luft weg aufgrund massiver Durchfrierung! Aber er hat sich gelohnt.
Wieder jede Menge verschiedene 7 gills. Schöne Fotos und Erinnerungen behalten!
21. Tag:
Punkt sieben wache ich auf. Die Shark Explorer kommen auch
erst jetzt an den Steg. Ich gebe die Maske und Box
zurück, am Dive Shop bekomme ich meine zurück. Der Tauchgang am Freitag fällt
aus. Auch nicht schlimm, 220€ ist wirklich nicht billig. Beim Frühstück wird
mir mittlerweile alles automatisch gebracht. Sie wissen was ich so esse und
trinke =) dann lege ich mich noch etwas ins Bett und danach geht's nochmal zum Boulders Beach.
Ich entscheide auch den Rest des Tages mich an die beiden Mädels vom tauchen zu
hängen und mir etwas Kapstadt zeigen zu lassen. Da sie sich dort bereits
auskennen. Wir nehmen erneut den Chapmans Peak und bei der Auffahrt nach oben
und dem Blick auf den Long Beach entscheiden wir uns nochmal umzukehren und
dort etwas Zeit zu verbringen. Ein Eichhörnchen sehe ich auf dem Weg dort auch.
Der Strand ist traumhaft unendlich und der Ausblick wundervoll. über den Chapmans
Peak geht es nach Camps Bay. Durch die Wälder hoch zum Tafelberg. Auf der anderen
Seite hinunter zur Long Street. Die Straße ist sehr
beeindruckend und belebt. Binnen der kurzen Zeit bekomme ich sofort einen Strafzettel,
da ich wohl angeblich hätte zahlen müssen fürs parken. Dann geht es weiter zur
Waterfront zum Mittagessen. Sie ist jetzt nicht umwerfend überragend aber doch
sehr schön und klasse zum Mittagessen mit tollem Ausblick über den Hafen. An mehreren Ecken spielen Musiker. Dann entscheiden wir uns noch ins Aquarium zu gehen,
für 11€ Eintritt ist es okay, aber nicht zu vergleichen mit dem Tempel in
Sydney. Das Haibecken mit den Ragged tooth, Rochen und der Schildi, war das
beeindruckendste. So packen wir es auch rechtzeitig zurück zu Camps Bay um dort
den Sonnenuntergang zu bestaunen. Und der Anblick ist wahrhaft mystisch wenn das
Salzwasser der Brandung in der Luft liegt und das sanfte Licht der Abendsonne
sich über die Bucht und die Berge dahinter legt.
Anschließend finden wir ein Lokal in dem wir im oberen Stock
in der Nähe der Fenster sitzen und den Abend ausklingen lassen.
22. Tag:
Frühstücksraum Quayside Hotel Simonstown
Letzter voller Tag in Südafrika und Kapstadt. Motivation am
morgen lässt etwas zu wünschen übrig so richtig kann ich mich nicht aufraffen.
Erst um kurz nach acht geht's frühstücken. Morne hat im Hotel die Rechnung
abgegeben, insgesamt 500€, für 5 Tauchgänge recht teuer aber letztlich haben
sie sich schon gelohnt und waren spannend und aufregend. Viele Erinnerungen
daran werden bleiben! Der erste Schock des Morgens: keine Buttercroissants :(
die Ausweichpuddingstücken sind aber auch lecker! Toast und Honig bekomme ich
ja automatisch gebracht :) ein kleines Osterhäschen gibt es auch! Nach dem Frühstück
mache ich mich fertig um in Richung Gaansbay zu fahren.
Vor Muintzberg gibt es noch eine tolle
erhöhte Stelle mit super Aussicht über einen riesigen Strand und den Surfers
Beach. Am Strassenrand kann man noch 400 Hm einen Berg hinaufklettern und oben
auf einem einsamen Felsvorsprung genieße ich die Sonne, höre Musik, und lasse
den Blick schweifen. Dann geht es weiter die Küstenstraße entlang. Danach kommt
zwar noch viel Strand aber nichts mehr einladendes. Es scheint eher das Gebiet
der Ärmeren zu sein. Vor einer Großstadt liegt eine riesige Blechhüttenstadt,
zwar alle mit Strom. Aber die Armutsunterschiede bleiben deutlich erkennbar.
Ich fahre zurück und trinke ne Coke am Surfers Beach und schaue etwas den
Surfern zu.
Zum letzten Abend geht es dann nochmal zu Dixis, ein Steak
mampfen. Lange sitze ich dort und genieße draußen noch den Vollmond wenn es auch recht
bewölkt ist. Dann entschiede ich mich doch nochmal für einen abschließenden
Klippdrift Coke...
23. Tag:
Der letzte Tag im fernen Südafrika! Es pisst in
Strömen! Auch Südafrika weint mich zu verlieren... Heute
gibt es wieder Buttercroissants =) Das nächste mal wäre es auch
wieder das Hotel der Wahl! Dann auschecken und es pisst immer noch glänzend...auf dem weg
nach Kapstadt tanke ich und komme voll in den Ostermarathon. Alles zu...hilft
ja nix...entspannt bleiben und im strömenden Regen den Läufern
zugeschaut....insgesamt über eine Stunde...schonmal ganz interessant. Dann geht
es zur Waterfront in die Mall die absolut europäisch ist und ich mich nicht
wirklich zurecht finde. Bei ner heißen Schokolade schaue ich noch die
zweite Halbzeit des Stormers Spiels. Dann irre ich noch etwas umher, es reißt
langsam auf. Zum Abschluss nochmal Arfikanisch essen, es gibt einen klasse
trockenen Weißwein aus dem Fass, durbanville hills. Und gemischte Medaillons
vom Strauß, Springboek und Kudu, aber ich schmecke den Unterschied nicht
wirklich heraus...schmeckt aber gut. Ab
zum Flughafen, Auto zurück und hier sitze ich jetzt nach dem Check-in und
schreibe meine letzten Zeilen aus Südafrika. Die drei Wochen waren eine
unvergesslich schöne und intensive Zeit!