Freitag, 28. Juli 2017

#Reisebericht: Repositioning Trip Palau & Tubbataha

Ziel:           Mikronesien / Philippinen
Tauchregionen:  Palau/Philippinen/Tubbataha
Tour-Operator:  MV Solitude One/Tauchertraum
Reisezeitraum:  08.04.2017 - 27.04.2017



Der Gedanke zwei UNESCO-Weltkulturerben miteinander zu verbinden bildet den Ursprung des hiesigen Trips. Palau und Tubbataha in eine Tour vereint. Entstanden ist dieser Gedanke im Kopf von Michael Christ, Inhaber von Tauchertraum Reisen. Ausdetailliert und in die Tat umgesetzt wurde er gemeinsam mit der MV Solitude One.


Quelle: https://www.tauchertraum.com/tauchsafari-palau-und-tubbataha-philippinen-mit-der-solitude-one-2018.html

Zusammengefasst startet man mit 6 Tauchtagen an den besten Plätzen von Palau. Es folgen ca. 48h-60h Überfahrt in die Philippinen und dann hangelt man sich tageweise westwärts bis nach Tubbataha. Dort folgen nochmals 5 volle Tauchtage in den Philippinen. 

Die Anreise:
Wer den Reisebericht meines letzten Trips nach Malpelo gelesen hat wird meine Stoßgebete gen Himmel verstehen, dass diese Anreise doch bitte möglichst reibungslos verlaufen möge. Die Flüge wurden diesmal von Tauchertraum direkt gebucht, da es insgesamt 5 Flüge für diesen Trip benötigt. Über Taipeh nach Koror auf dem Hinflug und über Porta Princessa nach Manila, von dort wiederum nach Taipeh und dann gen Frankfurt. Nicht ganz billig das ganze Paket, dafür konnte über China Airlines recht günstig auf Premium Economy upgegradet werden. Und Freunde, die über Weihnachten bereits reine Holzklasse nach Bali mit China Airlines geflogen sind, waren begeistert von der immensen Beinfreiheit. Im Grunde genommen eigentlich eine ziemlich lustige Angelegenheit das eine asiatische Airline, mit ja tendenziell eher kleineren asiatischen Gästen, die größte Beinfreiheit bietet. :-)

Es geht los. Jeder mögliche Fehler soll vermieden werden. Also checke ich am Vorabend bereits brav online ein. 35kg Freigepäck (immer noch 30kg in der Holzklasse) lassen Gepäcktetris überflüssig werden. Um 10:00 am 07.04.2017 bin ich bereits weiter als bei selbigem Trip nach Malpelo. Ich habe einen Sitzplatz und sitze entspannt am Gate. Der Großteil der gesamten Reisegruppe fliegt ebenfalls ab Frankfurt, und so hat sich bereits am Gate eine entspannt-fröhlich-erwartungsvolle Traube enthusiastischer Taucher gebildet. 

Dann jedoch driften wir langsam wieder in Richtung Malpelo-Anreise-Fiasko. Erst einmal noch ganz langsam. Das Boarding verzögert sich. Nun gut, wahrscheinlich hat der Pilot beim landen zu stark auf die Bremse gedrückt, ein Gast hat das Frühstück rückwärts gegessen, und nun muss erstmal die Putzkolonne durch. Da wir innerhalb der Gruppe auch noch vollständig mit Taucherlatein vergangener Reisen beschäftigt sind, vergeht die Zeit auch noch wie im Flug. Geplantes Boarding wäre 10:45 gewesen, mit Abflug 11:20. Wann wir genau boarden weiß ich nicht mehr. Glaube so gegen 12:00. Dadurch verlieren wir den ursprünglichen Startplatz. Im Anschluss wird es etwas nebulös. Es folgen mehrere Ansagen, darunter eine dass wir eine neue Route brauchen. Star Wars: Rogue One ist fertig und wir stehen immer noch an der Rollbahn. Auch ein kurzes Nickerchen schafft keine Abhilfe, wir stehen. Dann kommt das Erwartbare. Wir müssen zurück ans Gate um aufzutanken. Mit einer deutschen Crew wäre hier bereits Feierabend, sie müsste getauscht werden, da sie sonst ihre maximale Arbeitszeit überschreiten würde. Gott sei Dank gelten solche Gesetze in China nicht und wir scheinen wohl auch eine Route bekommen zu haben mit neuer Abflugzeit. In etwa um 16:30 heben wir tatsächlich ab. 
Das Schicksal meint es diesmal gut mit mir, dass auch der Weiterflug nach Koror erst Nachmittags ist. Stand jetzt schrumpft unser Polster lediglich von 7h Wartezeit auf 2h zusammen. Der Rest läuft glatt. Die Beinfreiheit in der Premium Economy ist majestätisch. Das umlegen des Sitzes erfolgt, ohne dass der dahinter sitzende die Rückenlehne entgegengeschleudert bekommt. Die 12h vergehen sprichwörtlich wie im Flug! In Taipeh sind es lediglich noch 2h Wartezeit auf den vierstündigen Weiterflug nach Palau. Leidgeprüft durch den vorangegangenen Urlaub folge ich dem Beispiel eines Mitreisenden und lasse am Boarding-Schalter prüfen ob mein Gepäck an Bord wäre. Zumindest sagt sie Ja. Und sowohl ich, als auch mein Gepäck, erreichen Palau. Geschwind durch die Einreise und den Zoll, ab in den Bus, und bereits bei Dunkelheit für 30 Min. durch Koror zur Solitude One.


Die Solitude One:
Quelle: https://www.tauchertraum.com/tauchsafari-palau-und-tubbataha-philippinen-mit-der-solitude-one-2018.html


Open-Air-Essbereich
Seit Dezember 2013 fährt das ursprüngliche Handelsschiff „MV Solitude One“ Tauchsafaris in den Gewässern von Palau.  Mit 52 Metern Länge und 8,6 Meter Breite ist Sie ein komfortables und großes Safarischiff. Im Anschluss an die Saison Palaus (Manta-Saison endet üblicherweise Anfang März) wird die Solitue One umgesetzt nach Tubbataha um dort für ca. 3 Monate zu operieren, ehe es über den europäischen Sommern ins Trockendock geht. Diesen Weg, von Palau nach Tubbataha, begleiten nun erstmals auch Gäste. Wir!
Kamera-/Technikraum
An Wünschen lässt die Solitude One nichts offen. Geräumiges Tauchdeck, großer Kameraraum, Aufenthaltsraum, Sonnen- und Schattendeck. Jeder findet ein Plätzchen für sich oder unter Gleichgesinnten, je nach Lust und Laune.

Quelle: https://www.tauchertraum.com/tauchsafari-palau-und-tubbataha-philippinen-mit-der-solitude-one-2018.html

Palau, 1. Tauchtag:
Fast schon ungewohnt geht es direkt am folgenden Morgen ins Wasser. Fairyland ist der erste Tauchplatz. Das Absinken unter die Wasseroberfläche offenbart sehr gute Sichtweiten, die ich bisher nur von den Hochseeriffen in Ägypten kannte. Und die Korallenpracht erblüht ähnlich. Dicht bewachsen türmen sich die Weichkorallen übereinander, und es folgt Hartkoralle auf Hartkoralle. 
Über den Checktauchgang lässt sich sonst nur berichten, dass sich recht zügig die erste Schildkröte blicken lässt. Und mir ein großer Humpback-Snapper -Schwarm in Erinnerung bleibt, der sich meinen Aufnahmen aber immer wieder geschickt entzieht. 

Turtle Cove, als Tauchplatz Nr. 2, beginnt mit einem kleinen "Blue Hole" an der Wasseroberfläche, durch welches man hinabtaucht in eine Steilwand, bis das Riff auf eine Spitze zuläuft, an der sich einiges an Schwarmfisch tummelt. Auf dem Weg dorthin kreisen unter uns bei ca. 20-30m die ersten grauen Riffhaie. 
Auch ein Segelfisch sei wohl an der Sichtkante aufgetaucht.
2 Schildkröten kreuzen unseren Weg, eine der 3 Parallelgruppen zählt gar insgesamt 10 Begegnungen mit verschiedenen Schildkröten. 



Dann empfehlen die Gezeiten einen Versuch im German Channel. Der Manta-Tauchplatz auf Palau. Bei einlaufender Strömung kann sich sensationelles abspielen. 
Das tut es bei uns jedoch nicht. Die Sicht verharrt bei mittelprächtigen 20-25m. Ein paar graue Riffhaie tummeln sich um die Putzerstationen, ebenso wie ein großer Schwarm Barracudas. Ansonsten scheine Ich eher das Manta-Glück von den Malediven wieder zu haben (wenig bis keins), denn das von Malpelo (groß).
Hauptsaison für die Mantas ist von Januar über Februar bis in den März. Dieses Jahr scheinen Sie recht überpünktlich in den Norden Palaus abgezogen zu sein.
Der Tag schließt sich mit einem unspektakulären Nachttauchgang an der "German Wall" ab, die in unmittelbarer Nähe zum German Channel liegt und daher ihren Namen trägt. Genannt seien hier ein paar Strudelwürmer und ein Krokodilsfisch. 

2.Tauchtag:
Am 2. Tauchtag steht das Tauchareal um Peleliu auf dem Plan, beginnend mit einem Early Morning am Peleliu Express. Hier treffen Philippinische See und der Pazifik aufeinander und extreme Strömung können an der Tagesordnung stehen. 
Ausführlich wird beim Briefing das Prozedere des Riffhakentauchens erklärt. Wir springen westlich der im Süden liegenden Ecke, um welche die Strömung schießt. Bei uns weht nicht einmal ein laues Lüftchen. Evtl. kommt Sie noch? Wir sind recht weit oberhalb gesprungen. In ständiger Erwartung dass der Tauchgang, sprich die Strömung, beginnen möge, dümpeln wir gen Süden. Eine Schildkröte weit entfernt, die folgende sehr nah. Ein sich gut versteckender kleiner Schaukelfisch, alles wird nur halbherzig beachtet, in Erwartung der anziehenden Strömung und des startenden Tauchgangs. Man will ja nicht inmitten des Tauchgangs plötzlich aufsteigen müssen weil die Luft leer ist. 

Immer wieder strömen auch ein paar graue Riffhaie aus dem Blauen herein. Aber sie halten ausreichend Abstand um im Weitwinkel ja nicht zu gut erkennbar zu sein. Und plötzlich sind dann auch 45 Min. um und es geht schon wieder ans auftauchen. Obwohl wir eigentlich nicht mal richtig abgetaucht sind. Ständig hingen wir mehr oder weniger im Mittelwasser fest. Und als wir dann bereits durch Guide&Co wieder gen Oberfläche müssen ,hat es den Anschein dass es etwas mehr Haie würden. Naja... Eine Schule Hornhechte wartet bereits an der Oberfläche. 
Und dann gibt es doch noch etwas zu sehen. Eine große Schule Dickkopf-stachelmakrelen hängt im Blauen. Aber irgendwie bin ich der einzige der sich auf Sie zubewegt. Guide und Co bleibt fest auf Position und ich werde zurückgepfiffen. Am zweiten Tauchtag höre ich auch noch und lasse abreißen. 

Es folgt Peleliu Cut. Ein großer Einschnitt ins Riff auf dem Weg zur Peleliu Corner. 
Die Sichtbedingungen sind weiterhin hervorragend, vor der Riffkante steht ein großer Schwarm Schnapper mit ca. 500-1.000 Tieren in der Anzahl. Allerdings schwierig einen Shot aus der Nähe zu bekommen. Jacks mischen sich ebenfalls unter die Red Snapper, so wie hin und wieder mal ein grauer Riffhai. Die Schildkröten sind da schon deutlich handzahmer. Am Safety Stop zeigen sich nochmal die Dickkopfmakrelen, es ist aber wieder kein rankommen. 

Aller guten Dinge sind drei und es folgt Peleliu Wall als letzter Tagestauchgang, und lehrt uns wieder etwas Meeresbiologie. Fledermausfische fressen Schildkröten-Aa. Bereits die letzten Tage war häufig in der Nähe einer Schildkröte auch ein Fledermausfisch unterwegs, meißt direkt hinter ihr. Und diesmal könnten wir live beobachten wie sich der Fledermausfisch an die frischen Ausscheidungen der Schildkröte machte. Lecker! Übrigens nur von Green Turtles, Hawkbill scheint nicht zu schmecken. Ich möchte ehrlich gesagt auch keinen Live-Versuch unternehmen.

Dann hängt hier und da noch ein bisschen Makro-Zeug rum. Nen Schaukelfisch, Porzellankrebse, und so weiter. Erwähnt werden sollen auch die wunderschön bewachsenen Löcher in der Wand, häufig beansprucht von großen Zackenbarschen. Die aber bei jedem Anflug von Licht das Weite suchten. Es lässt sich ebenfalls wieder der ein oder andere graue oder Weißspitzenriffhai erblicken, verharrt aber immer am Rand der Kulisse. Die Sicht war wieder sehr ansprechend und netterweise beginnt es erst nach Rückkehr auf das Boot in Strömen zu schiffen. 

Zum Sunset-Nachttauchgang hat es sich  ausgeschifft. Dieser findet am Orange Beach statt. Da der ganze Platz von Weichkorallen nur so übersäht ist, wäre ein Tagestauchgang sicherlich die farblich bessere Wahl gewesen. So ist wohl nur ein schwarzer Krokodilsfisch erwähnenswert. 

3.Tauchtag:
An Tag 3 folgt Blue Corner. Dem Hören und Sagen nach DER Tauchplatz für Haie. Wir springen mit der Strömung einige Meter vor der Ecke und driften durch eine imposante Schule an Jacks hindurch. An der Ecke haken wir auf ca. 12m ein. Alles etwas wirr noch. Sonst ist auch nicht sooo viel los, ein bisschen Strömung ein bisschen kleine graue Riffhaie. Ein paar Asiaten hängen auch schon im Riff. Gut bevölkert also. Zwischen 12m Riffkante und 18m Riffkante gibt es einen kleinen Cut.


In diesem stehen auch ein paar Jacks und ein kleiner Adlerrochen hat es sich dort gemütlich gemacht. Sanft hängt er dort in der Strömung. Auch wir wechseln nach unten. Weiterhin ist meine Position nicht optimal. Habe wieder einen anderen Taucher direkt vor mir. Erst als dieser von dannen zieht gibt es etwas Platz. 
Mehr und mehr graue Riffhaie finden sich ein, wenn auch nicht besonders große, max. zwischen 1,50 - 2,50m. Und auch der Adlerrochen schaut nochmal auf einen kurzen Blick vorbei. Am Ende tauchen wir über das Riff und auf. Verständlicherweise ein schöner Platz, aber meine Weltanschauungen aus den Angeln gehoben hat er nun auch nicht. 



Vor dem Mittagessen noch Blue Holes. 4-5 Löcher auf dem Riffdach die zu einer großen "Höhle" führen, die wiederum ein großes Tor ins offene Meer hat. Uns bleibt wiederum der Luxus vorenthalten alleine dort zu sein. Ein bisschen chaotisch, viele Blasen. Man wird quasi gezwungen die vorhandenen Taucher bestmöglichst in das Bild zu integrieren. Ein großer Barracuda findet sich ein, laut den Guides seine Stammputzerstation. Der Guide zeigt uns in der Höhlenwand noch einige electric clamps. Nach ein paar Metern an der Riffwand in Richtung Blue Corner strömt uns von dort das Wasser entgegen, folglich müssen wir umdrehen. Und nochmal zurück in die Blue Holes. Noch immer hat es jede Menge Blasen und Taucher. 
Zum Ende finde ich doch noch ein sehr schönes Motiv. Eine grüne Schildkröte lässt sich direkt vor mir in eine kleine Höhle absinken und gibt dort ein phantastisches Bild ab.

2. Versuch German Channel. Eine Gruppe bekommt tatsächlich ein paar Drehungen eines Mantas zu Gesicht, dann war es das aber auch schon und an der German Wall geht es zum Nachttauchgang. 
Mehr als einen Sternen-himmelstrudelwurm und ein paar kleine Schnecken und Krebse gibt der Tauchgang aber nicht her.


4.Tauchtag:
Den 4. Tauchtag starten wir zum Early Morning am Blue Corner und können das Plateau komplett frei betauchen. Es tümmeln sich Barracudas, ein Napoleon, ein lila Schaukelfisch und vieles, vieles mehr. Auch zwei Schildkröten sind unterwegs sowie die gestrigen Jacks. Die Sicht war weiterhin gut.

Dann geht es ans Sandy Paradise. Auch dort gibt es eine Mantaputzerstation, die vorweggenommen auch bei uns wieder leer bleibt. Dafür tummeln sich dort mehrere Gruppen Bigeye Jacks. Die Männchen im schwarzen Gewand, welches Sie zur Paarungszeit annehmen. 

An der Riffkante entlang geht es zurück auf 5m direkt in einen großen Schwarm Gelbflossen-Barracudas. Auf dem Riffdach tanzen wieder Hunderte Pyramiden-Schmetterlingsfische. Dicht daneben eine Tafelkoralle mit gestreiften Wimpelfischen, sowohl auf, wie auch unter ihr. Hin und wieder mißmutig einem Soldatenfisch ausweichend. Es folgt Mittagessen. 

Dann Ulong Channel (Ein natürlicher Kanal, der genau genommen keiner ist, da er inmitten des Riffs endet). Es stimmt zwar diesmal die Strömungsrichtung (einlaufend), fühlt sich am Kanaleingang aber nicht mal nach einem lauen Lüftchen an. Auf unserem Weg dorthin erwische ich eine kleine Ecke, an der ich für eine Anemone anstehen muss. Den Blick ins Blau schweifend tauchen dort plötzlich die Schemen mehrerer Grauhaie auf. Doch das erkenne nur ich und ein weiterer. Guide+Rest sind schon weitergezogen. Wir verweilen einige Minuten, da es aber auch an der Oberfläche in Strömen gießt, fehlt jegliches Licht. Mit besagtem Licht ist Ulong höchstwahrscheinlich ein landschaftlich extrem farbenfroher und schöner Platz. Im sanften Grauschleier eines Platzregens ist irgendwie der Scharm an Bord geblieben. Wir trollen uns weiter in Richtung Kanaleingang, an der es eine weitere gute Position gibt, wir aber aus unerklärlichen Gründen diese nicht einnehmen. Also geht es weiter in den Kanal hinein. Dort nimmt die Strömung Fahrt auf. Sie schießt uns an haufenweisen großen Zackenbarschen vorbei. Doch selbst die in den Höhlen wählen lieber die Flucht in die Strömung als schlicht einige Sekunden Rampenlicht zu ertragen. Weiter geht's zur angeblich weltweit größten Salatkoralle. Imposant ist Sie, ohne Sonnenlicht aber auch wenig foto- oder videogen. Die Kamera bleibt aus. Zweimal links, dreimal rechts im Kanal, dann bekommen wir noch zwei riesige Monstermuscheln gezeigt. Nice, hoch, schifft immer noch, Barbecue!!!


5.Tauchtag:
Tauchtag 5 steht gänzlich im Zeichen der Blue Corner. 
Der Early Morning blieb vollständig strömungsfrei. Somit wäre maximale Bewegungsfreiheit auf dem Riffplateau gewährleistet und jeder hat sich so seine eigenen Objekte gesucht und gefunden. 
Um zumindest etwas Abwechslung in den Tagesablauf zu bringen geht es zum zweiten Tauchgang an Dexter's Wall, unweit der Blue Corner. 



Ein wunderschön bewachsenes, leicht abfallendes Riff mit vielen Weichkorallen und Schildkröten im Minutentakt. Manche pennen, manche schrubben ihre Panzer an Hartkorallen, manche fressen. Der übliche Alltag eben.

Blue Corner zum dritten Tauchgang bot ein identisches Bild zum Ersten. 
Auch zum letzten Tauchgang bleibt es für diesen Tag eher regnerisch und bewölkt. Es stellt sich dann aber tatsächlich so etwas wie Strömung ein, und der ein oder andere graue Riffhai findet den Weg zu uns. Spektakulär wurde es hingegen nicht. 

6.Tauchtag:
Tauchtag 6 verbringen wir an Siears Corner und Siears Tunnel. "Siears Corner can be more fishy than Blue Corner" - War er bei uns aber nicht. Zusätzlich schwimmen wir auch erstmal wieder 15 Min. in Richtung der Ecke, passieren aber zumindest eine wunderschön bewachsene Steilwand mit massig Weichkorallen. Die Sicht ist ebenso bombastisch und es finden sich auch 6-10 graue Riffhaie ein.

Die Abwechslung bringt heute Siears Tunnel. Eine riesige Grotte mit einem großen Einstieg auf ca. 25-30m und dann in der Grotte leicht abfallend bis auf 50m. Der oberste Punkt des Ausgangs liegt hingegen ebenfalls bei ca. 25-30m. 
Auf dem Boden des Ausgangs bei 50m hängt ein Jackstrudel und in der Grotte selbst finden sich wieder einige electric clamps und Schnecken. Ordentlich übervölkert wird der Tauchplatz dadurch, dass wir gleichzeitig mit einem Trupp Asiaten springen (müssen). Beim austauchen finden sich wieder mehrere Schildkröten. 




Nachmittags steht wieder 2x Siears Corner auf dem Plan, wobei der erste Tauchgang davon geprägt gewesen ist, soweit von der Ecke entfernt zu springen, dass wir diese erst am Ende des Tauchgangs erreichen. Da es ebenfalls komplett strömungsfrei blieb, war es im Endeffekt auch nicht weiter tragisch. 
Denn selbst zum 4. Tauchgang stellt sich nur eine seichte Strömung ein. 
Unterhalb der Kante patrouillieren die Grauen etwas enger. Aber da dürfen wir ja nicht hin. Als sich die Gruppe vom Riffhaken löst (die Strömung ist auch bereits kaum mehr spürbar) und gen Riffdach treibt, gehen ich und mein Buddy nochmal über die Kante auf 20m. Die Haie sind mittlerweile weg. Aber die restlichen Jäger tummeln sich noch. Schon beeindruckender, aber mit 20 Leuten halt nicht machbar. 




7.Tauchtag:

Chevalier Cave:
Ein Kontrastprogramm zu den bisherigen Tauchgängen bildet der Abschlusstauchgang für Palau am Chevalier Cave. Ein Platz in unmittelbarer Nähe zum Hafen von Koror und an einem kleinen Nebenankerplatz gelegen. 

Man taucht auf ca. 5m ab und begibt sich in eine große Höhle mit insgesamt 4 Stellen zum auftauchen. Wunderschöne Lichtspiele und Gesteinsformationen, Stalagtiten die ins Wasser ragen, verleihen dem Tauchplatz etwas sehr mystisches und schenken bleibende Erinnerungen. Zum Abschluss des Tauchgangs kann man in einem kleinen Korallenfeld nach Mandarinenfischen suchen gehen. Auch jeder unserer Tauchgruppe findet einen.


 

Nach dem Frühstück brechen wir zu einer Bootstour um Palau mit Besuch eines Strandes auf, während die Crew alles vorbereitet für die Abfahrt gen Philippinen. Eine Tour die man nicht missen sollte, die Landschaft ist schlicht atemberaubend. Ein Besuch des Jelly Fish lakes fällt leider aus, da die Jellys in diesem Jahr weg sind. 


Um ca. 15:00 laufen wir gen Philippinen aus. Die beschriebene 48h-Überfahrt liegt realistischerweise eher bei 55-60h und unsere Überfahrtsbedingungen könnten bei 1m-Welle und leichtem Rückenwind nicht besser sein. Surigao erreichen wir um Mitternacht bei sternenklarer Nacht. 




8.Tauchtag:
Nach fast 2,5 Tagen Trockendock geht es zum Ende des Tages dann doch endlich nochmal ins Wasser. Gebiet gänzlich unbekannt, die Ausschreibung sprach noch von Walhaigebiet. Davon ist an Bord nicht ansatzweise die Rede. Name: Basol Island
Die Sicht ist recht mies, dafür hat es nen netten juvenilen Batfisch am Ende des Tauchgangs. Insgesamt viele Nudes und schöner, dichter Korallen- und Schwammbewuchs. Endlich wieder nass.


9.Tauchtag:
Tauchtag 9 dreht sich rund um das Gebiet von Southern Leyte. Landschaftlich ansprechend, die Sicht mit 25-30m wieder annehmbarer als am Vortag. Es folgen 2 Tauchgänge bei denen es viel auf eigene Faust zu entdecken gibt und bei denen man sich getrost vom Blauwasser lösen kann. Da auch die Guides sich im wesentlichen nicht an den Plätzen auskennen  ist auch viel eigenes erkunden gefragt. 
Einer der Guides findet beispielsweise ein Pygmäe-Seepferdchen, die angeblich ansässigen Frogfische bleiben unentdeckt. 
Dafür gibt es die unterschiedlichsten Sorten an Clownfischen und Anemonen, eine Schildkröte ist dabei und eigentlich jeder sieht etwas, dass er später im Riffführer nachschlagen muss. 



Zum Abschluss diesen Tages, bevor es ans Apo Reef weitergeht, tauchen wir an Gunthers Wall. Der Beginn liegt noch in der Sonne, der Rest leider im Schatten. 
Es gibt wieder von schönen Schwämmen und Korallen alles zu entdecken, ein Teil der Gruppe findet sogar einen Geisterfetzenfisch. Dann geht es weiter auf die 14h-Überfahrt gen Apo Island. Die weitere Überfahrt lohnt definitiv einen Abstecher aufs Sonnendeck bei sternenklarer Nacht.
 

10. Tauchtag:
Am Apo Reef geht es zum Tauchplatz Coconut Point, dem geschuldet dass der Startpunkt des Tauchplatzes an einem Fleck mit dichtem Palmenbewuchs gewesen ist. Unter Wasser hat es jetzt mal "leider" etwas mehr Strömung und dafür aber auch noch eher schlechte Sicht mit 15-20m. Im Riff gäbe es einiges zu entdecken doch mit einem kurzen Verweiler zum filmen ist der Rest der Gruppe bereits wieder fast außer Sichtweite. Noch dazu schieben die beiden anderen Gruppen von hinten in uns rein, so dass wir relativ schnell ein Knäuel von 15 Tauchern sind. Da ist der Spaß am Tg relativ schnell verflogen. Wir sichten die größte Dickkopfstachelmakrele und eine Schule mit Jacks, die ich jemals zu Gesicht bekommen habe. Es liegen überall Seeschlangen im Riff, ein großer schwarzer Frogfisch wird ebenfalls gefunden. 
Fazit: Ein Platz mit immensem Potenzial, leider aber mit stärkerer Strömung bei schlechter Sicht und suboptimaler Tauchorganisation. 





Der Rest des Tages steht ganz im Zeichen des Muck-Diving. An einem Platz Namens Zamboanguita. Mein erster klassischer Muck-Dive. Nicht die besten Voraussetzungen da ich selbst nicht weiß worauf ich achten muss und die Guides das Riff auch nicht täglich betauchen, da kann man nicht erwarten, dass sie alle Geheimverstecke der Highlights kennen. Und unser erster Drop verläuft auch wiederum nicht optimal. Boot 1 springt an der ersten Boje, wir an der hinteren die aber bis auf 30m in die Tiefe läuft. Sichtweite so bei ca. 15-20m. Also pflügen wir gen flacheren Gewässern und sind gleich wieder mit den anderen Tauchern auf einem Platz.
Dafür gibt es auch für mich den ersten Frogfisch, sogar Daumen- und nicht nur Fingernagelgroß. Es Reihen sich auch die ersten Geisterfetzenfische in mein Logbuch ein, zum zweiten klappt es dann auch bereits besser diese selbst zu finden. 
Das Urteil der Experten bescheinigt einen Muck-Dive-Platz guter Qualität, insbesondere zum Nachttauchgang explodiert das Leben und das was man findet. Frogfische in pink, schwarz, gelb und weiß, jetzt aber fingernagelgroß. Eine Aufzählung der restlichen Sichtungen würde schnell in Langeweile enden, es gab jedenfalls einiges zu entdecken während unseres 70-minütigen Nachttauchgangs. Am Ende des Tauchgangs sind meine Lampen vollgesogen von Plankton, das mich in ein blaues Leuchten umhüllt. Unmittelbar danach brechen wir auf zur 14h-Überfahrt zu den Cagayancillo Islands.




11. Tauchtag:
Bedingt durch etwas Gegenströmung erreichen wir die Cagayancillo Islands erst gegen 10:00 und der erste TG schiebt sich auf 10:30. Cagayancillo besteht überwiegend aus einer steilen Riffwand, die ab und zu mal auf ca. 50m zu enden scheint. Darüber hinaus ist Sie übersäht mit Fächerkorallen die ihresgleichen sucht. 


Man stelle sich den Gorgonienwald vom kleinen Bruder vor. Das alles auf einer Tiefe von 5m bis unter 50m, dicht besiedelt und vollkommen unberührt. Hier ist noch kein vollkommen überbleiter OWDler reingedonnert. Zwischendurch immer wieder Farne, Weichkorallen und was weiß ich noch alles. 
Sichtweiten sind bei Blick mit der Sonne hervorragend. Im Gegenlicht erkennt man jedoch deutlich Unmengen an Plankton. An diesem Platz kann man neben kleinen Pygmäen-Seepferdchen auch Walhaie sichten. Ein Pygmäen-Seepferd wurde nicht gefunden, dafür werden 2 der 4 Gruppen mit einem Walhai beglückt. Diesmal bin ich noch (wieder) in der falschen. Am Manta vorbei, am Walhai vorbei, hoffentlich entwickelt sich da kein Trend! Bei insgesamt 3 Tauchgängen bleibt es bei diesem einen Walhai. Auch sonst sind Highlights rar, die Landschaft macht diesen Tauchtag so eindrucksvoll. 


12. Tauchtag:
Weiter geht's, 9h Überfahrt nach Tubbataha. Wir beginnen am nördlichsten Punkt des Nordatolls mit den Tauchplätzen Shark Airport (weil dort so viele White Tips im Sand liegen sollen), Seafan Alley und Washing Machine die alle mehr oder weniger ineinander übergreifen. Drei weitere Boote liegen um uns herum und wir wechseln im ursprünglichen Plan die Reihenfolge der Tauchplätze, um Ihnen zumindest etwas auszuweichen. Die See ist topfeben, der Wind hat soviel Bewegung wie früher Mario Basler auf dem Fußballfeld, und die Sonne brennt alles lebende in Grund und Boden. 
Wir starten am Seafan Alley. Von der gezeigten Tauchplatzkarte sehen wir de facto eigentlich nichts, im Großen und ganzen driftet man an der Wand entlang, wenn möglich an der Riffkante auf ca. 15m, um gleichzeitig einen Blick ins Blau und aufs Riffplateau zu haben. Auch hier ist das Riff und die Wand voll mit Fächerkorallen, Farnen und Co. die Schwämme sind riesig und können durchaus auch mal mannshoch werden. In der Tiefe schwimmt hier und da ein grauer Riffhai, ohne interessiert näher zu kommen.

Es geht nachfolgend an Shark Airport und spätestens jetzt muss man wohl von einem Trend sprechen. Ich orientiere mich zu Beginn des Tauchgangs eher etwas in Richtung des Plateaus um nach Gitarrenrochen Ausschau zu halten. Das wär mal wieder was. Tja, Fehlentscheidung. Auf 35m passiert der Walhai und die Anzahl deren die auf dieser Tour noch keinen Walhai gesehen haben reduziert sich auf genau 2, der Autor dieses Textes mitten drin statt nur dabei. 
Die Wiederholung des Shark Airports steht natürlich ganz im Zeichen der Erwartung eines erneuten Walhais, der aber ausbleibt. Es hat auch etwas mehr Strömung und wir kommen bis zum Anfang der Washing Machine. Diese ist Ausgangspunkt des letzten Tauchgangs aber bei seichten Strömungen ist Schongang angesagt. Somit haben wir am Ende des Tages das gesamte Areal abgetaucht.

13. Tauchtag:
Für den folgenden Tag geht es in den Süden des Südatolls. Es startet mit zwei Tauchgängen am Vormittag am Delsan Wreck. Der Name rührt lediglich daher, dass an der Oberfläche die allerletzten Reste eines Wracks liegen und den Startpunkt des Tauchgangs bilden. 
Bereits kurz nach dem Sprungpunkt klebt eine große Schule Jacks an der Wasseroberfläche. Dann geht es mit leichter Strömung, rechte Schulter abwärts an eine kleine Ecke mit anschließend abfallender Riffkante bei ca. 40m, der Boden liegt dann wiederum bei vermutlich 60m. Da könnte ja auch mal ein Tigerhai vorbeischauen. Tut er aber nicht. Wir nehmen vorlieb mit vielen jagenden grauen Riffhaien und der restlichen Jägerkette aus Jacks, Tunas & Co. Langsam aufsteigend geht es weiter am Riff entlang, auf einem kleinen Sandplateau hat sich ein Strudel Jacks gebildet. Gut und gerne ließen sich mit Weitwinkel 3-4 verschiedene Schwarmfische in ein Bild packen. Auch hier ist die Nahrungskette von oben bis unten intakt, die Sichtweite wieder hervorragend. Nur die größten der Planktonfresser bleiben diesmal ungesichtet. Für alle, nicht nur für mich. 

Staghorn Point folgt nach dem Mittagessen und liegt in unmittelbarer Nähe zum Delsan Wreck. Kurz zuvor bin ich mit Kito (dem Sohn von Michael Christ) noch in dieser Gegend geschnorchelt und wir haben Schildkröten zuhauf getroffen. Bis zu 3 Stück unmittelbar auf einem Punkt. Alles in allem locker 10. Beim dann folgenden Tauchgang wurden Sie nur noch vereinzelt gesichtet. Auch sonst bot sich wenig spektakuläres an. Zum Sunset versuchen wir nochmal Delsan Wreck und haben zu zweit einen schönen Dämmerungstauchgang. 

Der Norden des Südens folgt am 3. Tag. Kook beginnt und ist wohl der Platz an dem man nach Hammerhaien im Blau Ausschau hält. Wir bekommen für unseren ersten Versuch nur Blau serviert, die andere Gruppe dafür 3 Hammerhaie,mit stattlicher Größe von durchaus 3-3,50m, und einen kleinen Riffmanta. Von einem wird sogar ein Tigerhai gesichtet inkl. Beweisfoto. Zum zweiten Versuch bestaunen dann auch uns die drei Hammerhaie. Mit just Malpelo im Rücken zuckt bei mir allerdings nicht einmal der Auslöseknopf, ich habe auch wieder keine optimale Position zu einem der Hammerhaie gefunden. In den Caves der Riffwand wird noch ein Ammenhai gesichtet, auf dem Riffdach findet sich ein großer Zackenbarsch, der aber genau so scheu ist wie alle anderen auch. Einen Krokodilsfisch erspäht mein Auge noch.

Mit T-Wreck verhält es sich wie mit Delsan Wreck. Der Startpunkt ist Namensgeber. Bei bester Sicht tauchen wir auf 15m an der Riffkante entlang. Ein Auge immer in Richtung Riffdach und Sandbank. Ein Auge abwärts in die Untiefen der Sulu-See. Mit etwas Strömung geht es zügig die Riffwand entlang. Ich mit mit meinem Buddy an vorderster Front und an dem ein oder anderen Punkt sind Putzerstationen für kleine Riffhaie erkennbar. An einer lässt sich sogar kurz ein großer Grauer putzen. Auf dem Riffdach begleitet uns einige Zeit eine Schildkröte und unter einer Tafelkoralle finden sich zwei spektakuläre Blaupunktrochen. Da würde man sich grundsätzlich etwas mehr Rochen erwarten. Da ist verhältnismäßig wenig auffindbar, vermutlich fehlen die sandigen Jagdgründe. Ein Schaukelfisch wird noch in der Gruppe gesichtet. 

Während ein Großteil der Gruppe den Sonnenuntergang auf der Sandbank an der Ranger Station des Tubbataha Nationalparks genießt, springe ich halt nochmal ins Wasser. Das Riff hat hier mehrere Sandbuchten die aber heimatlos ohne Gitarrenrochen auskommen müssen. Ab ca. 10-15m fällt das Riff steil ab. Wir halten uns den Großteil des Tauchgangs darunter auf. Eine schöne Szene entsteht als ein Schildkröte mitten vor einem Schwarm Jacks schwimmt. Dann ist der Tag vorbei. 

14. Tauchtag:
Schön, dass ihr meinen Bericht immer noch lest und bis hierhin durchgehalten habt! Haltet durch! Bald habt ihr es geschafft! ;-) Wir starten den nächsten Tag wieder in Kook. Ich bin der letzte der aus dem Blau zurückkehrt, aber auch ohne Erfolg. Heute bleibt blau, blau.  In einer der Gruppen wird am Riff noch ein Ammenhai und ein kleiner Mobula gesichtet. Ach und im Blau gab es beim Safety Stop dann nochmal einen gelben Strudelwurm.

Dann folgt Black Rock. Gestern haben wir ihn noch ausgelassen weil dort ein anderes Boot gelegen hat. Heute liegen drei dort. Aha. Bei einer kleineren Überfahrt zähle ich mal die Safariboote an den unterschiedlichen Tauchplätzen und komme auf 11. Darunter auch kleine oder ein Katamaran, aber es ist ne Menge los. 
Black Rock gilt als DER Platz für die höchste Chance auf Mantas. Auf dem Riffdach bei ca. 15m liegen mehrere Putzerstationen. Aber auch drei Boote liegen dort an festen Moorings, schwer vorstellbar dass sich hier dauerhaft Mantas einfinden. Dann wohl eher mal auf einen kurzen Besuch. 

Zwei Tauchgänge verbringen wir dort. Es wird sogar ein Manta gesichtet, aber auf 40m und inmitten der Strömung. Trotzdem ist auch dieser Teil des Atolls schön bewachsen und bevölkert. 
Auf 30m können einige Taucher einen Hammerhai für mehrere Minuten aus der Nähe betrachten, ich komme standesgemäß wieder zu spät. 
Mir bleibt dafür ein Ammenhai auf dem flachen Riffdach, eine Schildkröte und in der Tiefe ein Trupp Fledermausfische von ca. 50 an der Zahl. 
Abschließend gehen wir nochmal an Delsan Wreck und ich bekomme diesmal in Pole Position einen Marble Ray serviert. 



15. Tauchtag:
Bereits auf dem Rückweg liegt Jessie Beazley. Es wird spannend zu erfahren ob hier Alibi getaucht wird, um schon mal etwas Rückweg gemacht zu haben, oder ob sich auch dieses kleine Mini-Atoll im Nord-Westen lohnt. Um 18h vor dem Abflug aus dem Wasser zu sein, trotzdem aber noch drei Tauchgänge gemacht zu haben, starten wir um 5:30 in den Tag. Die Sonne erhebt sich direkt hinter eine große Wolke, es bleibt also noch etwas dunkler. 
Wir springen mehr oder weniger auf der gegenüberliegenden Seite der Strömung und ein paar Meter über dem Riffdach zieht Sie leicht ins Blau hinaus. Das dürfte wohl wenig Haiaktivität bedeuten abseits der Strömung, aber vielleicht findet sich ja etwas an einer Putzerstation ein, oder ein Walhai schwebt vorbei. Das Gebiet sieht mit seinen abfallenden sandigen Hängen auch ideal für einen Fuchshai aus. Tatsächlich bewegt sich etwas an einer Putzerstation, und ich bin auch wieder der Erste der ihn erspäht. Ein Silver Tip. Aber Licht- und Sichtverhältnisse lassen keine nahe Begegnung zu, er entschwindet wieder ins Blau. Nochmal hin und wieder zurück. Dann ist schon die Nullzeit zu Ende. 
Spannend wird es dann doch noch nach Tauchgang 2. 
Auf dem Rückweg erspähen wir einen Walhai an der Wasseroberfläche und dieser erlaubt uns, ihm einige Minuten schnorchelnd beizuwohnen. Nur dass niemand seinen Schnorchel dabei hat! 
Merke: Immer Schnorchel griffbereit! Und ich habe letztlich doch noch meinen Walhai zu Gesicht bekommen =) Der abschließende und finale Tauchgang Nr. 54 wird nochmal zum Streckentauchgang. Drei Viertel des Riffs tauchen wir ab, belohnt von einer kurzen Sichtung zweier Hammerhaie, dann geht es letztmals aus dem Wasser und kurz darauf läuft die Solitude One in Richtung Puerto Princessa aus. 


Fazit:
Ich schreibe dieses Fazit mit etwa drei Monaten Abstand zum Ende der Tour. 54 Tauchgänge in drei Wochen ist schon ne Menge Holz, selbst bei Berechnung auf Preis/Tauchgang kommt diese Tour nicht schlecht weg. Unterkunft, lange Fahrten, Essen & Co. alles inbegriffen. 
Wir sind eine tolle Truppe gewesen. Schiff, Verpflegung, Crew & Co. waren alle vorbildlich und sehr gut. Das Wetter war uns eigentlich die ganzen drei Wochen gut gesonnen und auch unter Wasser herrschten super Sichtweiten und es war eine wunderschöne Reise mit super Erlebnissen. 
Schade dass der Jelly Fish Lake leer gewesen ist und man in Oslop die Regeln mit den Walhaien geändert hat. Zusätzlich fand die Reise nicht inmitten der Manta-Saison in Palau statt, sondern am Ende und man hätte somit Glück wir deren Sichtung haben müssen. Ebenfalls kann das Gebiet um Surigao nicht als Walhaigebiet bezeichnet werden. Das hat schlichtweg meine Erwartung an Highlights so deutlich nach oben geschraubt, dass ein kleiner Teil etwas betrübt von der Reise zurückkehrte. Palau hat insgesamt auch nicht bestens performt bei uns. Wir hatten wenig Strömung und konnten uns frei an allen Tauchplätzen bewegen und so einige Dinge sehr gut erkunden. Die Hai-Action fiel dementsprechend aber auch etwas geringer aus. Normalerweise sollte dies vermutlich besser sein. In Tubbataha kann alles, aber nichts muss. Reine Glückssache. Der schlechteste/verantwortungsloseste/unsympathischste Taucher kann den Walhai haben. Die Highlights können in allen Tiefen, aus allen Richtungen und zu jeder Zeit kommen. Das nagt. Man filmt eine schöne Szene oben links und unten rechts zieht der Walhai vorbei. Und es sind große Gebiete, viel Streckentauchen ist angesagt. 
Diese Dinge sollte man sich vorher verinnerlichen, dann kann man diese Tour vor Ort bereits wesentlich besser genießen! 
Ich würde beide Tauchgebiete nicht missen wollen und Sie bleiben in Erinnerung, Tubbataha würde ich persönlich eher wieder bereisen als Palau. Und wer das Gebiet gänzlich noch nicht kennt, für den ist diese Kombi-Tour eine super Gelegenheit innerhalb von drei Wochen einen Einblick in eine Vielzahl unterschiedlicher Tauchgebiete hereinzuschnuppern =)   

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