Mittwoch, 20. März 2013

#Reisebericht: Malediven 2010 - Wo alles begann


Ziel:                  Malediven, Velidhu
Tauchgebiet:      Nord Ari Atoll
Tauchbasis:        Euro Divers
Reisezeitraum:     26. August - 08. September 2010
Reiseart:            Inselurlaub

Malediven 2010 - Honeymoon ohne Honey

Wo alles begann...

Schon länger mit dem festen Wunsch, das tauchen zu beginnen, durchs Leben schlendernd, sollte es auf den Malediven endlich damit losgehen. Eingeladen einen Arbeitskollegen und seine Familie zu begleiten, habe ich im September 2010 für 10 Tage meinen Urlaub auf den Malediven verbracht.
Im 24. Lebensjahr das erste Mal, dass ich die Grenzen Europas überschritt oder besser: überflog!

Von Frankfurt aus mit Emirates und Zwischenstopp in Dubai landete ich am morgen des 26.08.2013 in Malé. Ich kann nur dringend empfehlen einen Nachtflug auf die Malediven zu nehmen, durch die Zeitverschiebung kommt es einem schlichtweg wie eine etwas kürzere Nacht vor. Und der Zwischenstopp in Dubai bot eine Vielzahl netter Flughafenbars =)

Der Weiterflug von Dubai mit Emirates war ein wahrer Glücksfall, oder ist tatsächlich die beste Wahl. Evtl. auch der Reisezeit September geschuldet war der Flieger lediglich halb voll und es hatte quasi jeder seine eigene Reihe zum liegen und schlafen.

Wasserflugzeug im Hafen von Male
Ausgeschlafen ist somit die Landung am nächsten Morgen und dank halbleerem Flieger konnte auch jeder aus dem Flieger schauen und die ersten Atolle von oben bestaunen.




Zur Insel Velidhu ging es dann per Wasserflugzeug mit dem Maldivian Air Taxi. Wer schon so viel Geld für solch einen fantastischen Urlaubsort ausgibt, der sollte an den Details nicht sparen. Und hier konnte jeder einen Ausblick über die phantastischen Riffe und Atolle erhaschen wie sie sich im sanften und ständigen Wechsel zwischen azur- und  türkisblau  in der Sonne räkelten. Bereits von weitem lässt sich die Zielinsel Velidhu erblicken und es sieht nicht nur aus wie im Katalog, der reale Anblick stellt den Katalog schlicht in den Schatten.





Die Insel

Velidhu ist schnell erkundet und ich möchte auch wenig auf die weiteren Details der Insel eingehen, das tuen etliche Reiseportale zur Genüge (z.B. HolidayCheck). Aus meiner persönlichen Sicht war es perfekt. Der Bungalow ausreichend geräumig und sauber. Die Küche ein kulinarischer Genuss, die Bar am Strand phantastisch gemütlich, alle immer hilfsbereit und freundlich. Lediglich zwei Dinge seien als Tipps mit auf den Weg gegeben: Mosquito-Ex (oder noch besser Anti-Mosquito-Armbänder) für die Knöchel am Abend und der Verzicht auf Cocktails. Die Jungs trinken halt keinen Alkohol und welcher Koch der nicht gerne isst bringt schon eine Meisterleistung auf den Teller? Eben… bleibt bei Bier, harten Drinks auf Ice oder schlicht RumCola…
Übersicht Velidhu
 Das Hausriff
Das Hausriff umschließt fast die komplette Insel. Es gibt einen eher ruhigeren Teil des Hausriffs zwischen der Nord- und Ostseite. Für ausgiebige Schnorchelgänge oder auch einen Hausrifftauchgang (Nachttauchgang ebenfalls möglich)  empfiehlt sich der Hauptsteg im Süden neben der Strandbar. In beide Richtungen gibt es phantastisches zu entdecken. Natürlich auch  einige Anemonen mit ihren beliebten Clownfisch-Bewohnern. Mit etwas Glück schwimmt auch mal eine Schildkröte oder ein kleiner Riffhai vorbei. Weniger glückt braucht man für kleine Stachelrochen oder Zitronenhaie direkt in Ufernähe. Mit bloßen Auge sind die kleinen Hailein erkennbar. Nur die Rochen geben sich meist erst in letzter Sekunde durch ihre Flucht zu erkennen, daher ist beim Schlendern in Knietiefem Wasser Vorsicht geboten!.



 Die Tauchbasis:

Die Tauchbasis war aus der Sicht eines Tauchneulings sehr geräumig, alle waren hilfsbereit und es fehlt an nichts. Es hatte den perfekten Mix zwischen ausreichend Tauchern, dass auch größere Touren (2-Tank oder 3-Tankdives) angeboten werden konnten, aber nicht gleich wieder so viele, dass man eine Wochen im Voraus sich anstellen muss um die gewünschten Tauchgänge zu erhalten.

Die Tauchbasis im Westen der Insel am Steg für die Wasserflugzeuge stand damals unter der Leitung von Jörg Delacher. 2 weitere Guides waren Simone Häger und Regis Perrodin. Alle drei sind mittlerweile zu meinem Bedauern nicht mehr auf der Insel, war ich doch mit meiner Ausbildung zum OWD und anschließend auch zum AOWD sehr zufrieden (Jörg und Simone sind auf Ocean Connections Honduras).
Man mag lang über das Für und Wider von Tauchausbildung direkt im Urlaubsort oder in heimischen Seen diskutieren. Wer seine Ausbildung im Urlaub macht , sollte jedoch mindestens darauf achten, dass diese am besten in seiner Muttersprache stattfindet und er idealerweise individuell betreut wird.  Beides was potenziell ein Contra für die Ausbildung im Urlaub sein kann war in meinem Fall vorteilhaft. Nahezu in allen Kursteilen individuell betreut, insbesondere bei den Tauchgängen, waren vor allem die Fahrten zum Tauchplatz das interessanteste. Die Theorie muss man sich halt aus dem Lehrbuch aneignen, die wirkliche Vermittlung von Wissen findet jedoch in der Vor- bzw. Nachbereitung der Tauchgänge statt. Achtet auf einen Ausbilder den ihr vor dem Tauchgang (ideal auf der Bootsfahrt zum Tauchplatz)  mit Dingen löchern könnt die euch interessieren oder er von selbst etwas aus seinem Nähkästchen plaudert. Auf der Rückfahrt sollte er euch dann ausreichend Feedback zu eurem Tauchgang und Tipps&Tricks zur Verbesserung mitgeben. All diese Punkte wurden durch Jörg und Regis zu meiner vollsten Zufriedenheit erfüllt und es war im Nachhinein sicherlich kein Fehler die Tauchausbildung bei den EuroDivers auf Velidhu gemacht zu haben.  Durch das direkte Tauchen im Meer wurde man direkt vertraut mit Strömungstauchgängen, die Basics wie ausgedehnte Tarierungsübungen kommen dort jedoch etwas kurz, da kann man daheim im Schwimmbad mehr darauf eingehen.



Das Tauchen:


Ich habe insgesamt 5 Tauchgänge neben den Ausbildungstauchgängen gemacht. Innerhalb des OWD waren wir am Kuda Giri. Anschließend am Hafza Thila, Dinolhu Gadhu Thila und am Maaya Thila. Zusätzlich noch einen Nachttauchgang am Kuda Faru Thila.
Die Tiefen bewegten sich um die 25-30m. Maximale Tauchzeit liegt bei für Strömungstauchgängen vollkommen ausreichenden 60 Min. oder 50 bar.






Alle Tauchgänge waren Strömungstauchgänge mit teils sehr starker Strömung, jedoch allesamt mit der Strömung. Nur zu Beginn wurde sich an der Strömungsspitze im Riff festgehalten und das Fischtreiben beobachtet.
Insbesondere am Hafza und Maaya Thila war der Fischreichtum sehr beeindruckend und zusätzlich gab es Adlerrochen, Napoleons, Weißspitzenriffhaie und einen Manta.





Der erste große Fehler:
Es gehört zum Leben dazu Fehler zu begehen. Ich beging meinen ersten bereits während meines ersten Tauchurlaubs. Es war eigentlich noch etwas zu früh für Walhaie. Doch durch die untereinander gut vernetzten Ressorts machte es schnell die Runde, dass Walhaie in der Nähe sind. Für den Schnäppchenpreis von 50$ ging es kurze Zeit später mit 20 Leuten auf einem Speedboat zu den sanften Riesen. Nur ohne mich, mir waren 20 Leute zu viel. Die Fotos habe ich meinem Arbeitskollegen zu verdanken ;)




Also: für 50$ mit Walhaien schnorcheln à MACHEN!!!

   







Fazit:

Mein erster Tauchurlaub wird mir immer als ein besonderes Erlebnis in Erinnerung bleiben. Rundum perfekt kann ich dieses Ressort mit gutem Gewissen weiterempfehlen.


Komplette Fotogalerie: Facebook
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